Panorama

Sicherheit bereits angezweifeltEingestürzte Überführung in Seoul erschlägt mehrere Menschen

26.05.2026, 11:23 Uhr
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Die Seosomun-Hochstraße befindet sich in der Nähe des Seouler Rathauses. (Foto: picture alliance/dpa/YONHAP/AP)

Während der Bauarbeiten an einer Hochstraße in Seoul kommt es zu einem Unglück: Mehrere Menschen verlieren ihr Leben. Das Projekt stand bereits wegen Sicherheitsbedenken in den Schlagzeilen. Für den Bürgermeisterwahlkampf hat das Konsequenzen.

Nach dem Einsturz einer Straßenüberführung im Stadtzentrum von Seoul sind mindestens drei Menschen gestorben. Drei weitere Personen wurden durch die herunterfallenden Trümmer verletzt, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Konkret ist ein Teil der Fahrbahnplatte der Straßenüberführung nahe dem Seouler Rathaus eingestürzt. Der Unfallort wurde weiträumig abgesperrt, auch der umliegende U-Bahn- und Zugverkehr wurde zeitweise eingeschränkt.

Der Unfall hat sich während der Abrissarbeiten der Straßenüberführung ereignet. Laut Feuerwehrangaben wurden die Arbeiten zuvor am Dienstagmorgen wegen Sicherheitsbedenken pausiert. Wenige Minuten nach dem Beginn einer Sicherheitsinspektion ist die Betonplatte eingestürzt.

Polizei ermittelt

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung ordnete laut Yonhap eine gründliche Untersuchung der Unfallursache an und wies die Behörden zudem an, Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Unglücke auszuarbeiten. Die Seouler Polizei hat bereits entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Unterdessen haben die Bürgermeisterkandidaten in Seoul ihren derzeit laufenden Wahlkampf für die Lokalwahlen am 3. Juni aus Pietätsgründen pausiert.

Die Bauarbeiten, die bereits im letzten August begannen, hätten laut Yonhap planmäßig in wenigen Wochen abgeschlossen sein sollen. Die Seosomun-Hochstraße nahe dem Seouler Rathaus geriet bereits in den vergangenen Jahren wegen Sicherheitsbedenken in die Schlagzeilen. 2019 waren Betonstücke der Überführung auf die Straße gefallen.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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