Panorama

Mord "angemessen geahndet" Eltern begrüßen Urteil gegen Hussein K.

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Hussein K. muss lebenslang ins Gefängnis.

(Foto: dpa)

Für den Mord an der 19-jährigen Maria L. muss Hussein K. lebenslang ins Gefängnis. Die Eltern des Opfers empfinden nach dem Urteil Genugtuung - auch wenn das Leid, das ihnen zugefügt wurde, "durch sein Verhalten während des Prozesses noch gesteigert" worden sei.

Die Eltern der ermordeten Maria L. aus Freiburg haben die lebenslange Haftstrafe gegen Hussein K. begrüßt. Die Tat sei damit "angemessen geahndet worden", ließen sie in einer Stellungnahme verlauten. Die Familie hoffe und wünsche sich, dass nach dem heutigen Tag Marias Freundinnen und Freunde, die Studierenden der Universität und die Bürger der Stadt Freiburg, aufatmen und ein weiteres Stück Normalität wiedererlangen können.

Die Eltern betonen, es sei ihnen wichtig, dass das Gericht die besondere Schwere der Schuld des Täters festgestellt habe. Auch die verhängte Sicherungsverwahrung sei nicht "minder von Bedeutung" gewesen. So habe die Allgemeinheit in Deutschland und Europa vor "einem hochgefährlichen Menschen" geschützt werden können.

Hussein K. hatte der jungen Frau nach Überzeugung des Gerichts in einer Oktobernacht 2016 aufgelauert, sie bewusstlos gewürgt, mehrfach vergewaltigt und die noch lebende Studentin dann im Wasser des Flusses Dreisam abgelegt. Sie ertrank. Laut Gerichtsmedizin dauerte ihr Sterben im Wasser mindestens eine Stunde. "Er wusste, dass sie noch lebte, als er sie in die Dreisam legte, dass sie ertrinken würde, ertrinken musste", sagte die Vorsitzende Richterin Kathrin Schenk in ihrer Urteilsbegründung.

Eltern sprechen von "unermesslichem Leid"

"Der Täter hat uns, den Eltern Marias, ihren Schwestern, ihren Großvätern und ihrer ganzen Familie sowie ihren engen Freundinnen und Freunden unermessliches Leid zugefügt und dieses durch sein Verhalten während des Prozesses noch gesteigert", so die Familie.

Bei der Kammer des Landgerichts, der Staatsanwaltschaft, der Polizei und allen beteiligten Organen bedanken sich die Angehörigen des Opfers in der persönlichen Erklärung und sprachen ihnen eine "hohe Anerkennung" für die außerordentlichen Anstrengungen aus. Der Rechtsstaat habe unter Beweis gestellt, wieviel ihm das Leben eines Menschen und die Ermittlung der Wahrheit wert sei.

Quelle: ntv.de, mba/dpa