Kurze FreiheitEntflohener Straftäter gefasst

Der als gefährlich eingestufte Mann, dem am Morgen die Flucht aus der JVA Bochum gelungen war, ist wieder hinter Gittern. Er war 1983 zu lebenslänglicher Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.
Ein als gefährlich eingestufter Häftling ist nur wenige Stunden nach der Flucht aus seiner Zelle noch im wieder gefasst worden. Der 50-Jährige wurde auf dem Dachboden der Vollzugsanstalt gefunden, wie die Behörden mitteilten.
Nach Angaben des NRW-Justizministeriums war der Mann auf das unmittelbar über seiner Zelle liegende Dach geklettert und hatte sich dann auf dem Dachboden versteckt. Deshalb hatten die Spürhunde ihn offensichtlich nicht gewittert.
Die Zelle des 50-Jährigen war bei der Frühstücksausgabe am Morgen leer vorgefunden worden. Nach Ministeriumsangaben hatte der Häftling das Zellengitter durchgesägt. Wie ihm dies gelingen konnte, sei unklar.
Der Düsseldorfer Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) sandte ein Expertenteam seines Ministeriums in die Bochumer Justizvollzugsanstalt. Das Team werde gemeinsam mit Anstaltsleitung, Polizei und Staatsanwaltschaft in Bochum "den Sachverhalt mit Hochdruck aufklären", teilte das Ministerium mit.
Der Mann war 1983 unter anderem wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes mit Todesfolge zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.