Panorama

Zeitweilig Tsunami-WarnungErdbeben der Stärke 7,3 erschüttert Alaska

17.07.2025, 07:48 Uhr
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Autos verlassen die Landzunge Homer Spit nach dem Erdbeben. (Foto: dpa)

Alaska liegt auf dem seismisch aktiven Pazifischen Feuerring. Dort gab es einst das stärkste Erdbeben aller Zeiten in Nordamerika. Nun bebt die Erde erneut - die Folgen sind jedoch glimpflicher als damals.

Nach einem Erdbeben vor der Küste des US-Bundesstaates Alaska haben die Behörden eine zuvor herausgegebene Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Am späten Mittwochnachmittag Ortszeit gaben die Behörden Entwarnung. "Sie können in Ihre Häuser zurückkehren", teilte etwa die Gemeinde Unalaska mit. Zuvor waren die Einwohner mehrerer Ortschaften aufgefordert worden, sich in höher gelegene Gebiete oder ins Landesinnere zu begeben.

Das Erdbeben hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,3 und ereignete sich gegen 12.37 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag demnach etwa 87 Kilometer südlich der Inselstadt Sand Point, der Erdbebenherd befand sich in einer Tiefe von 20,1 Kilometern.

Zuvor hatte das Nationale Tsunami-Warnzentrum einen Tsunami bestätigt und erklärt, es werde "einige Auswirkungen" geben. Die Tsunami-Warnung galt für einen dünn besiedelten Küstenabschnitt von mehr als 1100 Kilometern im Südwesten Alaskas.

Laut der US-Erdbebenwarte bestand ein geringes Risiko für Schäden oder gar Opfer. Die Bevölkerung lebe im Allgemeinen in erdbebensicheren Gebäuden, hieß es in einer Erklärung.

Alaska liegt auf dem seismisch aktiven sogenannten Pazifischen Feuerring. Der abgelegene US-Bundesstaat wurde im März 1964 von einem Erdbeben der Stärke 9,2 heimgesucht - dem stärksten, das jemals in Nordamerika gemessen wurde. Es verwüstete die Stadt Anchorage und löste einen Tsunami aus, der den Golf von Alaska, die Westküste der USA und Hawaii traf. Mehr als 130 Menschen kamen damals ums Leben.

Quelle: ntv.de, toh/AFP

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