Panorama

Zwei Jahre in Cuxhaven vermisstEx-Bürgermeister liegt tot unter Mülltüten

31.03.2015, 14:06 Uhr
Tatort
Zwei Jahre nach seinem Verschwinden entdeckten Ermittler der Polizei jetzt die Leiche des ehemaligen Cuxhavener Bürgermeisters Klaus Fossgreen. (Foto: picture alliance / dpa)

Im Jahr 2012 verschwindet Klaus Fossgreen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Zwei Jahre später wird der ehemalige Cuxhavener Bürgermeister gefunden – tot in seiner Wohnung. Dort liegt er - unter Müllsäcken begraben. Die Ermittler haben einen schlimmen Verdacht.

Über zwei Jahre galt der ehemalige Cuxhavener Bürgermeister als vermisst. Nun entdeckten die Ermittler die Leiche von Klaus Fossgreen in seiner Wohnung in der Gemeinde Ovelgönne, gut 70 Kilometer von Cuxhaven entfernt. Hier war der 78-Jährige nach seiner Pensionierung hingezogen. Fossgreen lag laut "Bild"-Zeitung in seinem Bett, zugedeckt mit luftdichten Mülltüten.

Die Polizisten hatten die Wohnung geöffnet, nachdem seine Kinder nun eine Vermisstenanzeige gestellt hatten. Diese hatten zuvor immer wieder versucht, per Brief mit dem Vater in Kontakt zu bleiben. Diese Briefe sollen aber von der Ehefrau abgefangen worden sein. Der Leichnam des Mannes, der vergangene Woche Donnerstag gefunden wurde, ist bereits obduziert worden. Das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung: Für ein Tötungsdelikt gibt es keine Hinweise. Das sagte Carolin Castagna, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegenüber dem NDR. Nähere Angaben zur Todesursache wurden jedoch nicht gemacht.

Betrugsverdacht gegen die Frau

Und doch wird ermittelt, weil in den vergangenen zwei Jahren weiterhin Rente gezahlt wurde. Die Ermittlungen richten sich laut einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gegen die Frau von Fossgreen. "Es besteht der Anfangsverdacht des Betrugs", sagt Staatsanwalt Martin Rüppell. Haftbefehl wurde gegen die Frau aber nicht beantragt.

Der bei seinem Verschwinden 78 Jahre alte Fossgreen war nach Angaben der Polizei zuletzt 2012 gesehen worden. Ovelgönnes Bürgermeister Christoph Hartz sagte der "Bild": "Er lebte mit seiner Frau in einem Reihenhaus neben der Kirche. Im November sahen ihn die Nachbarn zuletzt mit dem Rollator." Fossgreen und seine Frau hätten erst gemeinsam in dem Haus in der kleinen niedersächsischen Gemeinde gelebt, später sei die Frau ausgezogen. Wann das der Fall war, blieb laut "NOZ"-Bericht zunächst aber unbekannt.

Quelle: ntv.de, tno

Mord und TotschlagKriminalität