Panorama

Dreieinhalb Jahre Haft Ex-Dschihadkämpfer in Celle verurteilt

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Das Oberlandesgericht Celle verurteilt einen früheren Angehörigen einer syrischen Dschihadistengruppe für seine Teilnahme an Kampfhandlungen in Syrien.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein ehemaliger Angehöriger einer syrischen Dschihadistengruppe muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Aufgefallen war der Angeklagte unter anderem durch Propagandaaufnahmen seiner Organisation. Die Vereinigung kämpfte im syrischen Bürgerkrieg gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad.

Das Oberlandesgericht im niedersächsischen Celle hat einen früheren Angehörigen einer syrischen Dschihadistengruppe zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der 33-Jährige in den Jahren 2013 und 2014 einer Gruppe namens Liwa al-Issa Lil-la anschloss und für diese an Kampfhandlungen sowie Patrouillendiensten teilnahm.

Bei der inzwischen aufgelösten Organisation handelte es sich laut Einschätzung deutscher Gerichte um eine militante islamistische Gruppierung mit einer dschihadistischen Tendenz, die rechtlich als terroristische Vereinigung im Ausland einzustufen sei. Sie kämpfte im syrischen Bürgerkrieg gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad. Sie verlor später Kämpfe gegen die ihr feindlich gesinnte Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und löste sich 2015 auf.

Der Angeklagte gestand nach Gerichtsangaben, unter anderem 2013 an der Eroberung einer Zentrale des syrischen Luftwaffengeheimdienstes in seiner Heimatstadt Tabka teilgenommen zu haben. Er war demnach auch auf Propagandaaufnahmen seiner Organisation dabei zu sehen. Die Bundesanwaltschaft hatte drei Jahre und acht Monate Haft gefordert, die Verteidigung dagegen drei Jahre und vier Monate.

Quelle: ntv.de, can/AFP