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In Berliner U-Bahnhof Familie steckt stundenlang in Fahrstuhl fest

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Ein technischer Defekt löste am U-Bahnhof Hermannstraße einen Großeinsatz aus.

(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

In einem Berliner U-Bahnhof bleibt plötzlich der Fahrstuhl stecken. Darin gefangen: Ein Vater und seine siebenjährige Tochter. 30 Einsatzkräften - darunter auch Höhenretter - gelingt es erst nach Stunden, sie zu befreien.

Plötzlich bleibt der Aufzug stecken und die Tür geht nicht mehr auf - für viele Mensche eine Horrovorstellung. Einem Vater und seiner sieben Jahre alten Tochter ist aber genau das passiert: Sie steckten im Fahrstuhl einer Berliner U-Bahn-Station fest und konnten erst nach Stunden gerettet werden.

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Das Ganze ereignete sich laut "Tagesspiegel" am Mittag am U-Bahnhof Hermannstraße im Bezirk Neukölln. Gegen 14.50 Uhr wurde die Feuerwehr wegen des feststeckenden Aufzugs alarmiert. "Der Aufzug hängt in sieben Metern Tiefe. Wir haben Kontakt  zu den beiden Personen, sie sind wohlauf", sagte ein Feuerwehrsprecher der Zeitung. Die Rettung gestaltete sich dennoch schwierig: Mehrere Versuche, den Aufzug wieder zum Laufen zu bringen, scheiterten demnach. Weil der Fahrstuhl zudem auch von unten nicht erreichbar war, musste schließlich die Decke Kabine zerstört werden, um zu den Insassen vorzudringen.

Laut "Tagesspiegel" waren 30 Einsatzkräfte im Einsatz, darunter auch Höhenretter, die sich zu den Eingeschlossenen abseilten. Dem Mann und der Siebenjährigen wurden anschließend Gurte angelegt, mit denen sie nach oben in die Freiheit gezogen wurden. „Gutes Zusammenspiel aller Einsatzkräfte bei dieser schwierigen Rettung“, twitterte die Feuerwehr nach dem Einsatz. Gedulden mussten sich die Eingeschlossenen allerdings trotzdem. Den Rettungskräften gelang es erst gegen 18.30 Uhr, die beiden aus dem Aufzug zu holen - sie saßen zu diesem Zeitpunkt bereits fast vier Stunden fest.

Laut "Tagesspiegel" blieb der Aufzug aufgrund eines technischen Defekts stecken. Wie es dazu kam, ist noch nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, ftü