Panorama

"General Grant" und "Boole Tree" Flammen bedrohen berühmte Mammutbäume

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Die besten Feuerwehrmänner der Welt wurden mobilisiert, um die Mammutbäume vor den Flammen zu retten.

(Foto: dpa)

Im Kampf gegen die Waldbrände in Kalifornien stehen die Feuerwehrleute vor einer neuen Herausforderung: Das Feuer bedroht gigantische Mammutbäume. Besondere Sorge gilt "General Grant" - einem der größten Bäume der Welt.

Die Brände in Kalifornien bedrohen inzwischen auch einen Wald gigantischer Mammutbäume. Die Feuerwehr tue alles, um die Flammen von den Bäumen im King's Canyon Nationalpark und Sequoia National Forest fernzuhalten, sagte Feuerwehrsprecher Mike Theune. Besondere Sorge gilt dem "General Grant", dem mit 81,6 Metern zweithöchsten Mammutbaum der Welt.

Er werde rund um die Uhr bewacht und die Erde um ihn herum mit Wasser besprüht, sagte Theune. Auch um den sechsthöchsten Mammutbaum "Boole Tree" sei eine Bewässerungsanlage installiert worden. "Wir haben einige der besten Feuerwehrmänner der Welt mobilisiert, um diese nationalen Schätze zu schützen", fügte Theune hinzu.

Die Mammutbäume gehören zu den größten Touristenattraktionen der Region. Kleinere Feuer sind für den Bestand nützlich, weil so konkurrierende Pflanzen vernichtet werden. Zudem öffnen sich die Zapfen durch die Hitze, so dass die Samen der Bäume sich verstreuen können. Aber die Hitze, die das derzeit wütende "Rough Fire" verbreite, sei für die Baumgiganten zu groß, sagte Theune.

Monsterbrände bedrohen 9000 Häuser

Der Waldbrand - einer von mehreren, die Kalifornien derzeit heimsuchen - hat schon mehr als 56.000 Hektar Wald nahe den Sequoia und King's Canyon National Parks vernichtet. Mehr als 3700 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Weiter nördlich kämpfen tausende Einsatzkräfte gegen die Monsterbrände "Valley Fire" und "Butte Fire". Besonders das "Valley Fire" bereitet den Behörden große Sorgen. In der Region sind immernoch rund 9000 Häuser von der Zerstörung bedroht. Mehr als 23.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Mindestens ein Mensch kam ums Leben, mehr als 700 Häuser wurden zerstört.

Middletown komplett abgesperrt

In Lake County gelangten einige Bewohner heimlich zurück in ihr kleines Dorf Middletown, das so gut wie vollständig abgebrannt ist. Offiziell war das zuvor evakuierte Gebiet noch nicht wieder zugänglich. Aus Angst vor Plünderern sperrte die Polizei Middletown ab und patrouillierte auf den Straßen.

Zwar herrscht inzwischen kühleres und feuchteres Wetter, aber gleichzeitig wurde der Wind stärker und sorgt für stets wechselnde Feuerfronten. Gouverneur Jerry Brown rief in den von insgesamt zwölf größeren Bränden betroffenen Regionen den Notstand aus.

Nach vier Jahren Rekorddürre erlebt der Westen der USA in diesem Sommer besonders viele und heftige Waldbrände. Außer in Kalifornien wüten Großfeuer unter anderem in den Bundesstaaten Washington und Oregon. Rund 30.000 Feuerwehrleute wurden mobilisiert. 2015 droht, zum traurigen US-Rekordjahr der Wald- und Buschfeuer zu werden - sowohl in Bezug auf die Kosten als auch auf die Größe der verbrannten Fläche.

Quelle: n-tv.de, dsi/AFP

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