Panorama

Pilot wird plötzlich ohnmächtig Flugschüler muss in erster Stunde notlanden

AP_19126624375312.jpg

Die Landung verursachte keinerlei Schäden an dem Flugzeug (Symbolbild).

(Foto: AP)

Vor den Augen von Frau und Kindern absolviert der Australier Max Sylvester seine erste Flugstunde. Doch in knapp 2000 Meter Höhe wird sein Fluglehrer plötzlich bewusstlos - und Sylvester bleibt nichts anderes übrig, als den Flieger selbst zu Boden zu bringen. Mit Hilfe des Towers gelingt eine fast perfekte Landung.

Die allererste Flugstunde ist für Flugschüler immer aufregend. Grund zur Panik besteht normalerweise aber nicht - schließlich haben die Neulinge einen erfahrenen Piloten an ihrer Seite, der sie mit dem Fliegen vertraut macht. Nicht so allerdings bei einem Flugschüler in Australien. Denn während Max Sylvesters erster Trainingseinheit kollabierte der Pilot über dem Steuer und Sylvester musste die Cessna selbst landen.

*Datenschutz

Das Flugzeug ist nach Angaben von australischen Medien am Samstag etwa eine Stunde nach dem Start von einem kleinen Flughafen der westaustralischen Stadt Perth in einer Höhe von etwa 2000 Metern unterwegs, als der Pilot plötzlich bewusstlos wird. Sylvester setzt einen Notruf an den Tower des Flughafens Jandakot ab. "Er lehnt an meiner Schulter. Ich versuche, ihn aufrecht zu halten, aber er fällt immer wieder runter", sagt er in einem inzwischen veröffentlichten Mitschnitt des Gesprächs über seinen Fluglehrer. Als der Tower ihn fragt, ob er mit einem Flugzeug umzugehen wisse, antwortet Sylvester nüchtern: "Das ist meine erste Stunde."

Da der Pilot nicht wieder wachzubekommen ist, bleibt dem Anfänger dennoch nichts anderes übrig, als die Maschine alleine wieder auf den Boden zu bringen. Vom Tower versuchen die Fluglotsen ihm Anweisungen zu geben und Mut zuzusprechen: "Sie machen einen großartigen Job. Ich weiß, dass das Stress bedeutet. Aber wir helfen Ihnen, runterzukommen." Am Flughafen, wo auch Sylvesters Frau und die drei Kinder das Drama am Himmel beobachten, rücken sicherheitshalber Feuerwehr und Rettungskräfte an. Eingreifen müssen sie jedoch nicht: Sylvester gelingt Augenzeugen zufolge nach mehreren Anläufen eine beinahe perfekte Landung.

"So etwas habe ich in 30 Jahren noch nicht gesehen", so Chuck McElwee, der Leiter der Flugschule, zu BBC. "Es gibt keinerlei Schäden am Flugzeug." Sowohl der Schüler als auch der Tower hätten einen wunderbaren Job gemacht. "Ich sage euch, so eine Kooperation findet man nicht oft." Der Fluglehrer wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Er ist inzwischen in einem stabilen Zustand.

Quelle: ntv.de, ftü