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Mutter und Kind vor Zug gestoßen Frankfurter Täter muss in Psychiatrie

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Der Täter kannte seine Opfer nicht.

(Foto: imago images / epd)

Ein Mann stößt im Frankfurter Hauptbahnhof eine Mutter und ihren Sohn vor einen einfahrenden ICE. Der Junge stirbt, die Mutter überlebt. Nun steht fest: Der Mann ist psychisch krank.

Die Tat im Frankfurter Hauptbahnhof war ungeheuerlich: Ein Mann hatte eine Frau und ihren Sohn ins Gleisbett gestoßen, der Junge starb. Nun steht fest, der Mann kommt in ein psychiatrisches Krankenhaus. Der Haftrichter habe den Ende Juli erlassenen Haftbefehl in einen Unterbringungsbefehl umgewandelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Nach Angaben eines psychiatrischen Sachverständigen leidet der 40-Jährige an einer "Erkrankung aus dem schizophrenen Spektrum". Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Mordes und des versuchten Mordes dauern unabhängig davon an.

Der Beschuldigte aus der Schweiz hatte Ende Juli im Frankfurter Hauptbahnhof einen achtjährigen Jungen und seine Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Die Mutter konnte sich abrollen und überlebte, das Kind starb. Der Mann versuchte laut Ermittlern zudem, eine weitere Frau auf die Gleise zu stoßen, was ihm aber nicht gelang.

Laut Staatsanwaltschaft geht der Gutachter davon aus, dass der Mann vermutlich an einer "paranoiden Schizophrenie" leidet. Da diese Erkrankung zur Tatzeit akut vorgelegen habe und kausal für die Taten gewesen sei, sei "zumindest von einer erheblich verminderten Einsichts- und Steuerungsfähigkeit" auszugehen, erklärte die Behörde. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei erforderlich, weil der Mann eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

Quelle: n-tv.de, sba/AFP

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