Panorama

Von Gras und Moos ernährtFrau überlebt fünf Monate in Canyon

06.05.2021, 13:53 Uhr
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Der Winter in den Canyons ist hart - sie sind im Winter deshalb für Wanderer geschlossen. (Foto: AP)

Sie trank Wasser aus dem Fluss und ernährte sich von Gras: Nach fünf Monaten wurde eine vermisste Frau in den USA mitten in der Wildnis gefunden. Ein Suchtrupp spürte die 47-Jährige durch Zufall auf - doch das ist nicht das einzig Ungewöhnliche an der Geschichte.

In den USA ist eine Frau fünf Monate nach ihrem Verschwinden in den Weiten eines Canyons entdeckt worden. Suchtrupps fanden die Frau im US-Bundesstaat Utah durch Zufall bei dem Versuch, eine abgestürzte Drohne zu bergen. Mit der hatten sie nach einem Lebenszeichen der 47-Jährigen gesucht, schreibt der britische "Guardian".

Was wie eine gelungene Rettungsaktion klingt, ist allem Anschein nach aber gar keine. Doch von vorne: Zuletzt wurde die 47-Jährige im November 2020 gesehen. Mitarbeiter des US Forest Service hatten ihr Auto auf einem Parkplatz am Rande eines Wanderwegs etwa 80 Kilometer südöstlich von Salt Lake City entdeckt. Sie bereiteten gerade die saisonale Schließung des Canyons vor. Such- und Rettungskräfte durchsuchten das Gebiet in den folgenden Wochen, konnten sie jedoch nicht finden.

Am Sonntag dann stießen die Helfer auf ihr Lager im Diamond Fork Canyon, als ihre Drohne abstürzte, die nach ihr Ausschau halten sollte. Als sich die Suchkräfte dem Zelt näherten, sei die Frau herausgekommen, hieß es laut der Zeitung. "Wir glauben jetzt, dass sie sich bewusst seit November 2020 in dem Gebiet aufgehalten hat", sagte die Polizei später. "Sie hatte ein wenig Nahrung bei sich und erklärte, dass sie sich auch von Gras und Moos ernährt habe. Wasser war wegen eines nahe gelegenen Flusses kein Problem."

Der Polizist Spencer Cannon sagte, die Frau habe keine körperlichen Verletzungen, außer schwach und untergewichtig zu sein. "Mal abgesehen von der Tatsache, dass sie überlebt hat, ist es ein hartes Leben da draußen. Wir sind sehr froh, dass wir Kontakt herstellen konnten", sagte er zu lokalen Fernsehsendern. Während sie für die Welt als vermisst galt, schien sich die Frau laut Polizei freiwillig in der Wildnis aufzuhalten.

Nach der Entdeckung brachten Beamte die Frau zur Untersuchung ins Krankenhaus. Man sei zu der Vermutung gekommen, dass sie möglicherweise mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Ein Gesetz habe sie aber nicht gebrochen, betonten die Ermittler.

Quelle: ntv.de, vmi

USA