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Ehemann bedroht seine Familie Frau von Waffenbesitzer muss ins Gefängnis

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Sechs Nächte verbrachte Courtney Irby im Gefängnis. Ihr Mann hatte zuvor Anzeige erstattet.

(Foto: AP)

Im US-Bundesstaat Florida fürchtet eine Mutter, dass ihr gewaltbereiter Mann den gemeinsamen Kindern etwas antun könnte. Daher übergibt die 32-Jährige dessen Schusswaffen der Polizei. Doch dort wird sie festgenommen. Der Vorwurf: Diebstahl.

Weil sie die Schusswaffen ihres mutmaßlich gewalttätigen Ehemannes der Polizei übergab, ist in den USA eine Frau festgenommen und des Diebstahls beschuldigt worden. Das Vorgehen der Polizei gegen die 32-jährige Courtney Irby im US-Bundesstaat Florida sorgte für Aufsehen und Empörung.

Irby hatte laut der Zeitung "Lakeland Ledger" Mitte Juni die Schusswaffen ihres Mannes, mit dem sie sich in einem Scheidungsverfahren befindet, aus dessen Wohnung entwendet und in einem Polizeirevier abgegeben. Sie fürchtete, der Mann könnte die Waffen gegen sie oder ihre Kinder einsetzen. Am Vortag hatte er nach einem Scheidungstermin dem Bericht zufolge mit seinem Auto ihr Fahrzeug gerammt und versucht, sie von der Straße abzudrängen. Er wurde festgenommen, kam aber unter der Auflage frei, seine Waffen abzugeben.

Irby bezweifelte, dass er das tun würde und schritt selbst zur Tat. Als sie die Waffen im Kommissariat abgeben wollte, wurde sie aber wegen Diebstahlsvorwürfen festgenommen und blieb sechs Nächte hinter Gittern. Die Polizei hatte ihren Ehemann kontaktiert, der daraufhin Anzeige erstattete.

Die demokratische Regionalabgeordnete Anna Eskamani kritisierte das Vorgehen der Behörden scharf und rief die Staatsanwaltschaft auf, das Verfahren gegen Irby einzustellen. Die Frau habe die Hilfe der Polizei gesucht und sich und ihre Kinder schützen wollen, schrieb Eskamani in einem Brief an die Staatsanwaltschaft.

"Wir sollten empört über ihre Festnahme sein und ich fordere Sie auf, nicht weiter gegen sie zu ermitteln." Es handle sich um einen "beängstigenden Präzedenzfall", dass jemand dafür bestraft werde, sich vor häuslicher Gewalt schützen zu wollen.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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