Giftiger, entzündlicher StoffGefährlicher Güterzug entgleist - Schaden in Millionenhöhe

Zwischen Rosenheim und Kufstein springt ein Kesselwagen eines Gefahrgut-Transports aus den Gleisen. Kilometerweit wird er mitgeschleift, Steine aus dem Gleisbett fliegen auf parkende Autos. Der Ausgang ist glimpflich, aber teuer.
Ein entgleister Waggon eines Güterzugs mit Gefahrgut hat eine Bahnstrecke in Bayern über mehrere Kilometer hinweg beschädigt. Ersten Schätzungen zufolge dürfte an den Gleisen zwischen Rosenheim und Kufstein ein Schaden in Millionenhöhe entstanden sein, erklärte die Bundespolizei in Rosenheim. Es sei derzeit nur ein eingeschränkter Betrieb möglich, die Reparatur könne Wochen andauern.
Nach Angaben der Beamten entgleiste ein Kesselwagen mit einem giftigen und leicht entzündlichen Stoff am Mittwochnachmittag während der Fahrt, kippte aber nicht um. Der Lokführer brachte den Zug bei Raubling zum Stehen, das aus den Schienen gesprungene Drehgestell des Waggons hatte da jedoch schon über Kilometer Schienen und Bahnschwellen beschädigt.
Aus dem Gleisbett geschleuderte Schottersteine beschädigten außerdem offenbar mehrere geparkte Autos entlang der Gleise. Zu einem Austritt von Gefahrgut kam es laut Bundespolizei nicht. Die Bahnstrecke musste bis in die Nacht zu Donnerstag komplett gesperrt werden, bis der auf das Gegengleis ragende Kesselwagen mit schwerem Gerät geborgen wurde. Seither ist die Strecke zumindest einseitig wieder befahrbar.