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Betrügerische Familienbande Gericht verurteilt Clan-Chef zu Haftstrafe

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Bei der Razzia im Frühjahr stellten die Behörden zahlreiche Luxusautos sicher.

(Foto: RTL)

Enkeltrick, erpresserische Anrufe, Geldwäsche: Die Liste der Verbrechen des Goman-Familienclans ist lang. Für den Betrug mit Teppichen muss nun der Drahtzieher der Bande für mehr als vier Jahre ins Gefängnis. Die Strafe könnte sich noch verlängern.

Das Kölner Landgericht hat drei Familienmitglieder des Goman-Clans wegen Betrugs zu langen Haftstrafen verurteilt. Darüber berichten mehrere Medien. Clan-Chef Michael Goman gilt als Drahtzieher der Bande und muss für vier Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Sein Cousin muss für dreieinhalb Jahre in Haft, ein weiterer Komplize wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Trio soll ein älteres Ehepaar mit dem Teppichtrick um 80.000 Euro betrogen haben.

Als falscher Teppichhändler war Michael Goman auf Kundenfang gegangen. Seine Komplizen besuchten das ältere Paar und ließen sich das Geld geben, angeblich um die Teppiche beim Zoll auszulösen. Die Betrüger verschwanden ohne zurückzukehren. Im Laufe des Prozesses leugnete der Goman-Clan-Chef den Vorgang, seine Komplizen gestanden jedoch, das Geld untereinander aufgeteilt zu haben. Das Gericht erklärte, der Clan-Chef habe eine "kriminelle Energie" und "hohe Professionalität" an den Tag gelegt.

Die Komplizen hatten sich im Laufe des Prozesses bei den Opfern entschuldigt. Gelder aus der Kaution sollen den entstandenen Schaden bei dem älteren Paar nun wieder gutmachen.

Neben dem Teppichtrick ist der Goman-Clan auch für erpresserische Schockanrufe oder den Enkeltrick bekannt. Die Familie lebt in Luxus, kassiert aber zusätzlich noch Hartz IV. Im März wurden zeitgleich 70 Häuser und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Österreich durchsucht, die in Zusammenhang mit dem Clan stehen sollen. Die Polizei stellte bei der Razzia 40.000 Euro Bargeld sicher und sieben Luxusautos.

Clan-Chef Michael Goman droht sogar noch eine längere Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch wegen Sozialbetrug und Geldwäsche gegen die Familie, die in Leverkusen ansässig ist.

Quelle: n-tv.de, mba

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