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An fünf Werktagen unter 100 Hamburg hebt Bundes-Notbremse auf

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Sonnen an der Elbe - mit Blick auf den Hafen. Das geht mit genügend Abstand auch jetzt schon.

(Foto: dpa)

Den Einwohnern Hamburgs winken wieder mehr Freiheiten. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz anhaltend unter 100 gefallen ist, soll ab Mittwoch nicht nur die Ausgangssperre fallen - auch mehr Kontakte werden wieder möglich. Gute Nachrichten gibt es für Familien mit kleinen Kindern.

Angesichts weiter sinkender Infektionszahlen hat der Hamburger Senat beschlossen, die Bundes-Notbremse aufzuheben. Ab Mittwoch sollen laut Sozialsenatorin Melanie Leonhard neue Regelungen gelten. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den fünften Werktag in Folge unter 100. Auf anderer Berechnungsgrundlage ermittelt das Robert-Koch-Institut (RKI) für Hamburg bereits seit zwölf Tagen einen Wert von unter 100.

Am Montag nannte das RKI eine Inzidenz von 74,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Am Sonntag hatte sie noch bei 76 gelegen. Damit kommt Hamburg nach Schleswig-Holstein (50,8) auf die bundesweit zweitniedrigste Sieben-Tage-Inzidenz. Konkret kündigt der Senat nun folgende Öffnungsschritte für die Hansestadt an:

  • Die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr wird aufgehoben.
  • Kitas kehren in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück - allerdings erst ab dem 17. Mai.
  • Sport im Freien ist wieder mit bis zu 10 Kindern möglich. Aufsichtspersonen unterliegen einer Testpflicht.
  • Mit Ende der Ferien gehen die Schulen in den Wechselunterricht über, "sodass alle SchülerInnen bis zu den Sommerferien wieder Präsenzunterricht erhalten können".
  • Außerschulischer Musik- und Bildungsunterricht für Kinder und Jugendliche wird erlaubt. Die Lehrer unterliegen einer Testpflicht.
  • Die generelle Maskenpflicht für Begleitpersonen auf Spielplätzen wird aufgehoben. Masken müssen nur noch getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
  • Geimpfte und Genesene werden mit tagesaktuell negativ Getesteten gleichgestellt.
  • Ab dem 17. Mai dürfen Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken und Ausstellungshäuser unter Hygieneauflagen wieder für Besucher öffnen.
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Weitere Öffnungsschritte, etwa im Einzelhandel, sind laut Beschluss erst nach Ablauf von 14 Tagen vorgesehen. Bleibt die Inzidenz bis dahin stabil oder sinkt weiter, könnten unter Auflagen unter anderem auch Feiern, Veranstaltungen unter freiem Himmel und kontaktfreier Gruppensport wieder erlaubt werden.

Hamburg hatte Mitte März die Corona-Notbremse gezogen, nachdem die Inzidenz über 100 gestiegen war. Als Messlatte - auch für mögliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen - sieht der rot-grüne Senat den von der Gesundheitsbehörde errechneten höheren Inzidenz-Wert. Liegt die Inzidenz an fünf Werktagen in Folge unter 100, müsste die Notbremse mit nächtlicher Ausgangsbeschränkung am übernächsten Tag aufgehoben werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob zwischen den fünf Werktagen Sonn- oder Feiertage liegen.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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