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Nach schweren Ermittlungsfehlern Hamburger LKA-Chef seines Amtes enthoben

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Frank-Martin Heise ist nicht mehr LKA-Chef in Hamburg.

(Foto: picture alliance/dpa)

Paukenschlag bei der Hamburger Polizei: Der Leiter des Landeskriminalamtes ist seinen Posten los. Zum Verhängnis wird dem Top-Beamten die Affäre um eine spezielle Sonderkommission in der Hansestadt.

Der Hamburger Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hat den Leiter des Landeskriminalamtes, Frank-Martin Heise, seines Amtes enthoben. "Mir als Amtsleitung fehlt das notwendige Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit", heißt es in einem internen Schreiben Meyers an seine Kollegen, das nun bekannt wurde.

Hintergrund ist unter anderem die Affäre um die Polizeieinheit "Cold Cases". Das Landgericht Hamburg hatte dieser Einheit vergangenes Jahr schwere Fehler bei Ermittlungen zu einem versuchten Mord vor 38 Jahren vorgeworfen und den Angeklagten freigesprochen. Nach diesem Freispruch hatte die Polizei die Vorwürfe prüfen lassen, der Polizeipräsident hatte dazu eine Arbeitsgruppe eingerichtet.

Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe zeigten nun, dass das Führungsverhalten des LKA-Chefs insgesamt zu erheblicher Kritik geführt habe, heißt es in dem Schreiben des Polizeipräsidenten. Bei dem Fall ging es um die versuchte Ermordung und Vergewaltigung einer 16-Jährigen am 1. November 1980. Die Sonderkommission hatte Anfang Februar 2018 einen 54-Jährigen festgenommen, der dann im Oktober 2018 freigesprochen wurde.

In der mündlichen Urteilsbegründung kritisierte das Landgericht, Zeugen seien getäuscht worden, die Sonderkommission habe den Hauptbelastungszeugen mit einer Belohnung zur Aussage bewegt, das Opfer habe den Angeklagten nur aufgrund einer suggestiv zusammengestellten Fotoserie mit Bildern mehrerer Männer identifiziert.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa