Panorama
50 Häuser hat es rund um Viersen erwischt.
50 Häuser hat es rund um Viersen erwischt.(Foto: dpa)
Donnerstag, 17. Mai 2018

Verkehr weitestgehend normal: Helfer beseitigen Viersener Tornado-Schäden

Nach einem heftigen Tornado laufen am Niederrhein die Aufräumarbeiten. Dachdecker müssen rund 50 abgedeckte Häuser reparieren. 150 Menschen sind von den Sturmschäden betroffen. Währenddessen fließt der Verkehr weitestgehend normal.

Nach dem starken Wirbelsturm bei Viersen am Niederrhein sind die Straßen und Schienen am Donnerstagmorgen weitgehend frei. Auf der Autobahn 61 rolle der Verkehr, es gebe keine Sperrungen mehr, erklärte die Polizei. Demnach sind lediglich drei Ortsstraßen noch nicht wieder befahrbar. Noch am späten Mittwochabend sei die Bahnstrecke von Mönchengladbach ins niederländische Venlo wieder freigegeben worden, erklärte die Deutsche Bahn. 

Der Tornado, der am Vorabend über mehrere Ortschaften gefegt war, deckte etwa 40 bis 50 Häuser ab, rund 150 Menschen sind von den Schäden betroffen. Es gab zwei Verletzte: einen Feuerwehrmann und einen Autofahrer. Besonders wütete der Tornado im Viersener Stadtteil Boisheim.

Bilderserie

Wie hoch die finanziellen Schäden sind, ist noch unklar. Dachdecker rückten an, um beschädigte Dächer zunächst provisorisch mit Folie abzudecken, wie eine Reporterin aus dem besonders betroffenen Stadtteil Viersen-Boisheim berichtete. Ein Stadtsprecher sagte: "Da gibt es viel zu tun - vor allem für die Dachdecker." Keines der Häuser sei einsturzgefährdet, alle Menschen hätten zu Hause übernachten können.

15 Minuten mit großer Wucht

Gegen 18 Uhr sei der Wirbelsturm über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen, schilderte die Kreisverwaltung. Die Autobahn 61 nahe der niederländischen Grenze war von Sperrungen betroffen. Auf der Bahnlinie vom rheinischen Mönchengladbach ins niederländische Venlo musste laut Polizei der Verkehr ruhen. Auch mehrere Straßen blieben zunächst gesperrt, weil umgeknickte Bäume den Weg blockierten.

Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten abgespielt.  In Deutschland seien in diesem Jahr bisher mindestens sechs Tornados beobachtet worden. Auch die kleine Gemeinde Gangelt (Kreis Heinsberg) wurde am Mittwochabend von einem Unwetter getroffen. Der Starkregen setzte etliche Straßen unter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch Keller liefen voll. Die Rettungskräfte befreiten die Straßen vom Wasser und schippten den Schlamm von der Fahrbahn. Verletzte gab es nicht.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de