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Keine Flucht mehr möglich? Hier könnte "El Chapo" für immer bleiben

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"El Chapo" könnte in Colorado untergebracht werden.

(Foto: AP)

Drogenboss "El Chapo" wird den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass er in ein Hochsicherheitsgefängnis nach Colorado kommt. Was erwartet ihn dort? Und ist es sicher genug, dass der Verbrecher nicht noch einmal ausbricht?

Nach der Verurteilung von Joaquín "El Chapo" Guzmán zu einer lebenslangen Haftstrafe wird der Drogenboss wohl in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt. Immer wieder fällt in den US-Medien der Name ADX Florence im US-Bundesstaat Colorado als mögliche Unterbringung. Eine offizielle Mitteilung darüber gibt es nicht. Doch Chapos Anwalt Jeffrey Lichtman sagte bereits im Februar gegenüber CNN: "Ich bin mir sicher, dass er ins Supermax nach Colorado kommen wird."

Es ist wahrscheinlich, dass der 62-Jährige dort seine Strafe absitzen wird, weil es als das sicherste Bundesgefängnis der USA gilt. Es wird auch "Alcatraz der Rockies" genannt, weil es mitten in den Rocky Moutains liegt und Terroristen und Serienmörder dort ihre Strafe absitzen.

Außerdem drängt sich eine wichtige Statistik geradezu auf: Aus diesem Gefängnis ist seit der Eröffnung im Jahr 1994 nach eigenen Angaben niemand ausgebrochen. Und die Justizbehörden müssen bei der Unterbringung von "El Chapo" besonders vorsichtig sein, weil er bereits 2001 und 2015 auf spektakuläre Art flüchten konnte.

Der Drogenboss wäre in dem Gefängnis in Colorado gemeinsam mit mehr als 376 anderen der größten in den USA verurteilten Verbrechern untergebracht. Neben der Abschirmung nach außen werden die Schwerverbrecher dort auch innerhalb der Haftanstalt isoliert, damit sie keinen Kontakt zu anderen Insassen aufnehmen können. Dem Attentäter vom Boston-Marathon, Dzhokhar Tsarnaev, oder einem 9/11-Mittäter würde "El Chapo" daher nicht begegnen.

23 Stunden am Tag würde "El Chapo" im sogenannten Supermax-Gefängnis dann in einer etwa 3,6 mal 2,1 Meter großen Einzelzelle verbringen. Bereits seit seiner letzten Festnahme sitzt er in Isolationshaft, zuletzt war er in New York untergebracht. Man kann nur erahnen, wie es sich anfühlen muss, dort zu leben, doch ein ehemaliger Wärter gab CNN einen Einblick: "Es ist weitaus schlimmer als der Tod."

Quelle: n-tv.de, sgu

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