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Frankfurt zieht nach Immer mehr Städte setzen auf Handy-Parken

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Der klassische Parkschein am Automaten bekommt Konkurrenz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wie lange will ich mein Auto abstellen und habe ich genug Kleingeld dabei? Als Antwort auf diese lästigen Fragen für Autofahrer bieten viele Städte mittlerweile eine App-Variante für Mobiltelefone an - ein echter Fortschritt.

Handy-Parken ist mittlerweile in Berlin, München oder Dresden möglich. Auch in der größten hessischen Stadt können Autofahrer demnächst großflächig Parkgebühren mit dem Smartphone bezahlen. Das Handy-Parken werde voraussichtlich noch im ersten Halbjahr in allen gebührenpflichtigen Zonen Frankfurts eingeführt, sagte ein Sprecher des Verkehrsdezernats. Autofahrer könnten sich bei einem regionalen Portal anmelden, zwischen mehreren Anbietern wählen und die Parkgebühr online entrichten. Das Dezernat bereite zudem die Erhöhung der Parkgebühren vor. Die Preise sollen gleich bleiben, der Abrechnungszeitraum aber von 20 auf 15 Minuten verkürzt werden.

Beim Handy-Parken können Autofahrer den Parkschein über eine App anfordern. Diese ermittelt dann, den Standort des Fahrzeugs, der Nutzer muss nur noch das KfZ-Kennzeichen eingeben. So können die digitalen Parktickets auch für Freunde oder Verwandte gekauft werden. Parkscheine können ganz klassisch mit einer bestimmten Parkdauer oder flexibel individuell gestartet und beendet werden.

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An Automaten und Verkehrsschildern steht mittlerweile auch ein Verweis, ob Handy-Parken möglich ist.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Rhein-Main-Gebiet prüfen mit Hofheim, Offenbach und Darmstadt derzeit drei weitere Städte, das Handy-Parken über die Regional-Plattform IVM anzubieten, sagte eine Sprecherin. Gesellschafter der "Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain" GmbH (IVM) sind unter anderen das Land Hessen sowie mehrere kreisfreie Städte, darunter Frankfurt. Insgesamt fünf Kommunen im und rund um das Rhein-Main-Gebiet bieten das Handy-Parken derzeit über IVM an, neben Mainz und Bingen in Rheinland-Pfalz sind das die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden sowie Bad Homburg und Hanau, wie IVM-Geschäftsführerin Heike Mühlhans sagte.

Regionalportal erspart mehrere Apps

Das Regionalportal erspare es Pendlern im Rhein-Main-Gebiet, sich bei verschiedenen Apps anmelden zu müssen. "Niemand ist hier nur in Wiesbaden oder nur in Hanau unterwegs", sagte Mühlhans. Das Bezahlen per App koste eine geringe Gebühr. Dafür sei die Abrechnung minutengenau. Die Autofahrer gäben entweder den Ort ihres Parkplatzes im Handy ein oder aktivierten die Ortungsfunktion des Geräts.

In Frankfurt stehen weitere Änderungen an. E-Fahrzeuge sollen zwei Stunden kostenlos parken dürfen. Zugleich soll es mehr kostenpflichtige Parkplätze außerhalb der Innenstadt geben. Wie viele und wo überall, sei aber noch nicht klar, sagte der Dezernatssprecher. Trotz Handy-Parkens werde es weiter Parkscheinautomaten geben. Die Kontrolle obliege weiter städtischen Kontrolleuren.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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