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"Geteilte Mutterschaft" In-Vivo-Baby mit zwei Müttern geboren

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Mit der neuen Methode können beide Frauen aktiv in die Schwangerschaft involviert sein (Symbolbild).

(Foto: picture alliance/dpa)

In Großbritannien hat ein lesbisches Paar erstmals ein Baby bekommen, das in zwei Gebärmüttern aufgewachsen ist. Beide Frauen haben mithilfe der "Shared Motherhood"-Methode einen Teil zur Schwangerschaft beigetragen.

Jasmine Francis-Smith und Donna Francis-Smith haben gemeinsam das erste Baby zur Welt gebracht, das in zwei Gebärmüttern aufgewachsen ist. Die Methode wird auch als geteilte Mutterschaft bezeichnet. Die beiden Frauen wurden an der Londoner Women's Clinik behandelt und freuten sich bereits vor zwei Monaten über die Geburt von Otis, wie nun von der Klinik bekannt gegeben worden ist.

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Die Behandlung, die die Londoner Frauenklinik anbietet, besteht darin, dass die biologische Mutter das Ei beisteuert, das auch noch in ihrem Körper befruchtet wird, während die andere anschließend den Fötus austrägt.

Beide Frauen konnten somit ihren eigenen Beitrag zur Schwangerschaft leisten. Zunächst wurde ein Ei in Donnas Gebärmutter (In-Vivo) mit einer Samenspende künstlich befruchtet, wie unter anderem die "Daily Mail" berichtet. Anschließend wurde es mithilfe einer Miniaturkapsel entnommen und in die Gebärmutter von Jasmine Francis-Smith gepflanzt, die das heranwachsende Baby weiter bis zur Geburt austrug.

Beide Mütter fühlten sich beteiligt und genossen die enge Verbindung zu ihrem Baby, wie sie nun berichteten: "Es gibt viele gleichgeschlechtliche Paare, bei denen eine Person die ganze Sache macht und die eine schwanger wird und gebärt, während wir beide massiv involviert sind. Es hat uns definitiv emotional nähergebracht", erklärte Donna Francis-Smith rund acht Wochen nach der Geburt.

Die künstliche Befruchtung der Eizelle im Mutterleib wird als In-Vivo-Fertilisation bezeichnet. Es ist ein Verfahren der assistierten Reproduktion. Ein Vorteil gegenüber der In-Vitro-Fertilisation im Labor ist neben der stärkeren emotionalen Beteiligung beider Mütter, dass die künstliche Befruchtung im Mutterleib mit weniger Risiken verbunden ist.

Quelle: n-tv.de, sgu