Panorama

Magisch oder tragisch? Indischer Stuntman nach Trick vermisst

RTR1TKO.jpg

Lahiri bei einer ähnlichen Aktion im Jahr 2002.

(Foto: REUTERS)

Chanchal Lahiri alias "Jadugar Mandrake" plant am Ganges eine spektakuläre Aktion. Er will mit einem Käfig in den Fluss tauchen und sich unter Wasser befreien. Es werde magisch oder tragisch enden, sagt er vorher. Und er behält recht.

Ein indischer Stuntman ist beim Versuch, sich im Wasser des Ganges aus einem verschlossenen Käfig zu befreien, vermutlich ums Leben gekommen. Chanchal Lahiri, der unter dem Künstlernamen "Jadugar Mandrake" auftrat, ließ sich in dem mit Stahlketten verschlossenen Metallkäfig in den Ganges hinab. Viele Zuschauer, unter ihnen Familienmitglieder, Medienvertreter und die Polizei, sahen vom Ufer aus zu.

Indischen Medienberichten zufolge tauchte der 41-Jährige jedoch nicht wie erwartet wieder auf. Nach Angaben der Polizei gilt er derzeit als vermisst. "Wir suchen noch", wurde ein Familienmitglied von Lahiri zitiert.

Vor der Aktion hatte der Stuntman erzählt, er habe 21 Jahre zuvor an gleicher Stelle eine ähnliche Aktion überstanden. Er sei in einem kugelsicheren Glaskasten, der mit Ketten und Schlössern verschlossen war, in den Fluss hinabgetaucht. "Innerhalb von 29 Sekunden bin ich herausgekommen", sagte er.

Nach Lahiris Einschätzung war es bei der jetzigen Konstruktion jedoch schwieriger, sich zu befreien. "Wenn ich es öffnen kann, wird es magisch, wenn ich es nicht schaffe, wird es tragisch" zitierten Medien ihn. Bei früheren ähnlichen Aktionen hatten Zuschauer dem Mann vorgeworfen, man habe die Tür sehen können, die ihm den Ausstieg ermöglichte. 2013 attackierten ihn Augenzeugen, die sich betrogen fühlten.

Am Ganges bei Kolkata läuft nun eine umfangreiche Suchaktion der Behörden, bisher konnte Lahiri nicht gefunden werden. Inzwischen gilt als beinahe sicher, dass er ertrunken ist.

Quelle: n-tv.de, sba

Mehr zum Thema