Panorama

Erstmals seit Mai bei über 90 Inzidenz springt um zehn Punkte nach oben

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Die Zeit der Masken ist vermutlich noch nicht vorbei.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Noch vor einer Woche liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 68,7. Seitdem steigen die Fallzahlen rasant an und kratzen mittlerweile wieder an der Marke von 20.000 - die Inzidenz klettert so hoch wie seit Monaten nicht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt derzeit rasch an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 95,1 an. Die Inzidenz hat damit erstmals seit Mitte Mai den Wert von 90 überschritten. Am Vortag lag er noch bei 85,6 - vor einer Woche bei 68,7.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI demnach binnen eines Tages 19.572 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche lag der Wert bei 11.518 Ansteckungen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.23 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 116 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 65 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.437.280 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung beim Fallaufkommen in den einzelnen Bundesländern. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich jeweils binnen einer Woche je 100.000 Einwohner infiziert haben. Besonders betroffen ist der Südosten des Landes. Baden-Württemberg, Sachsen und Bayern melden derzeit teilweise dreimal mehr Ansteckungen als andere Bundesländer. Hotspot ist Thüringen mit einer Inzidenz von beinahe 200.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45). Bei dem Indikator muss berücksichtigt werden, dass Krankenhausaufnahmen teils mit Verzug gemeldet werden. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Den bisherigen Höchstwert gab es in der vergangenen Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 4.192.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 94.991.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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