Panorama

Mehr "Volksnähe" Johann Lafer schließt sein Sterne-Restaurant

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Johann Lafer will kulinarisch "volksnäher" werden.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

Johann Lafer ist der wohl bekannteste österreichische Koch, er führt auf der Stromburg im Hunsrück ein Sterne-Restaurant. Das soll sich nun ändern: Lafer will nach eigenen Angaben zurück zu seinen "kulinarischen Wurzeln".

Spitzenkoch Johann Lafer hat sein Restaurant "Val d’Or" auf der Stromburg im Hunsrück, das von "Guide Michelin" bisher mit einem Stern ausgezeichnet war, geschlossen. Er wolle "volksnäher werden", zurück zu seinen "kulinarischen Wurzeln" und sich "der Vision einer traditionellen, aber dennoch modernen Küche widmen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Die Stromburg, die in den vergangenen zwei Jahren aufwendig saniert wurde, werde weiter "ein Ort des Genusses bleiben", so Lafer weiter. Allerdings werde es nach Ende der Betriebsferien am 19. Februar ein neues Konzept geben. Lafer und seine Frau Silvia Lafer-Buchholz würden den Burghof auf der Stromburg künftig verstärkt für exklusive private oder geschäftliche Events nutzen.

"Kunst der einfachen Küche"

Es gehe ihm um die "Kunst der einfachen Küche", sagte Lafer dem Blatt. Die Lust darauf sei bei ihm in den vergangenen Jahren "neu entfacht" worden, vor allem durch Reisen. Spitzenküche, so wie er sie jahrzehntelang betrieben habe, sei stets ein riesiger Aufwand und in gewisser Weise auch ein Zwang. "Um in der Sterne-Küche mitzuspielen, muss jede Deko bis ins kleinste Detail sitzen, extrem hochwertige Zutaten sind unabdingbar", sagt er.

Solche Zutaten, etwa Meeresfische, zu beschaffen, werde künftig kaum noch möglich sein, wenn man eine akzeptable Ökobilanz vorweisen wolle. "Diesen Aufwand zu betreiben, letztlich für einen kleinen Bereich in unserem Unternehmen, das möchte ich nicht mehr", so der Spitzenkoch.

Quelle: n-tv.de, bad