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"Gelebter Dialog in der Schule" Kirchen unterstützen Islamunterricht

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Volker Jung (Hintergrund) kann sich auch gemeinsame Unterrichtseinheiten von Muslimen und Christen vorstellen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die evangelischen Kirchen in Hessen setzen sich für einen dem christlichen Religionsunterricht entsprechenden islamischen Religionsunterricht an den Schulen ein. "Islamkunde ist eine unzureichende Ersatzlösung", sagte der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung,  nach einem hessischen Evangelisch-Islamischen Spitzentreffen in Frankfurt am Main.

Der Vorsitzende der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen (IRH), Ramazan Kuruyüz, sagte, eine Kooperation mit dem Staat sei "längst überfällig". Einig waren sich beide Seiten, islamische Religion müsse deutsch und nach einem verbindlichen Lehrplan wie bei den christlichen Religionen unterrichtet werden.

Muslime wollten die Unterrichtsform, wie sie sich für evangelische und katholische Christen bewährt habe, betonte auch Bischof Martin Hein von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck. Religionsunterricht müsse "dialogisch und religiös" ausgerichtet sein, sagte Jung. "Deshalb ist islamischer Religionsunterricht so wichtig, weil dann bereits in den Schulen Dialog gelebt und gelehrt wird." Vorstellbar seien für ihn auch gemeinsame Unterrichtseinheiten, sagte der EKHN-Präsident.

Quelle: n-tv.de, dpa

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