Panorama
Diese Puppe löst im Remstal einen Polizeieinsatz aus.
Diese Puppe löst im Remstal einen Polizeieinsatz aus.(Foto: dpa)
Dienstag, 17. April 2018

Blutbeschmierte Leiche?: Kopflose Puppe löst Großeinsatz aus

Blutüberströmt und mit gefesselten Beinen liegt er da. Und es kommt noch schlimmer: Der Torso hat keinen Kopf mehr. Polizei und Feuerwehr rücken im baden-württembergischen Remstal aus, weil sie von einem Verbrechen ausgehen - doch dann kommt alles anders.

Eine kopflose Puppe voller Blut hat im beschaulichen Remstal in Baden-Württemberg einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. "Sie sah eben aus wie eine menschliche Leiche", sagte ein Polizeisprecher über die Puppe, die einem Spaziergänger am Rande der Rems bei Weinstadt aufgefallen war. Eine erste Polizeistreife am vermeintlichen Tatort hatte ebenfalls den Eindruck, dass dort ein kopfloser Mensch liegt.

Laut Polizei war es zu diesem Zeitpunkt schon düster, zudem lag die Puppe im Auslauf eines unzugänglichen Schachts und konnte nur von Weitem gesehen werden. Feuerwehrleute öffneten schließlich den Schacht von einer anderen Seite - und stellten erst zu diesem Zeitpunk fest, dass es sich gar nicht um eine Leiche handelte.

"Wir wissen nicht, warum die Puppe da abgelegt wurde", sagte der Polizeiprecher. Fakt ist aber: "Sie war schon so präpariert, dass sie aussah wie eine Leiche." Die kopflose Figur trug ein gestreiftes Oberteil, Jeans - und lag mit gefesselten Beinen im Gras. Die roten Flecken auf ihrer Kleidung sahen zunächst wie Blut aus.

Möglicherweise habe die Puppe jemanden erschrecken sollen, rätselt die Polizei. Allerdings sei sie so versteckt gewesen, dass das eher unwahrscheinlich sei. "Es kann sein, dass sie da schon Wochen und Monate gelegen hat." Denkbar sei daher auch, dass sie bei einem Detektivspiel zum Einsatz gekommen sei. "Wenn jemand Hinweise geben kann, woher die Puppe kommt, soll er sich melden", so der Polizeisprecher.

Auch die Ermittler schauen sich die Puppe demnach noch einmal genau an. "Den Aufwand wie bei einer echten Leiche betreiben wir nicht", hieß es aber. Trotzdem solle das Ganze niemand nachahmen, appelliert die Polizei - schließlich seien wegen der Aktion zahlreiche Beamte im Einsatz gewesen, die deshalb keine echten Fälle bearbeiten konnten.

Quelle: n-tv.de