Panorama

Was sonst noch passierte Krieg gegen das Eis

Russland bedient sich einer ungewöhnlichen Methode, um sich von den Eismassen des Winters zu befreien: Statt Eisbrechern kommen Kampfjets zum Einsatz. Und auch die Mutter eines zu lebenslanger Haft verurteilten Gefangenen geht einen eher unorthodoxen Weg, um ihrem Sohn zu helfen. Lesen Sie, was diese Woche sonst noch so passierte.

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Flugzeuge vom Typ Suchoi sprengen das Eis auf Ob, Jenissej, Lena und Amur.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Es ist ein Krieg gegen Eisschollen, den Russland da führt: Nach Moskauer Militärangaben fliegen 15 russische Kampfjets Angriffe gegen verkantetes Eis auf großen Flüssen, um Staus aufzulösen und Hochwasser zu verhindern. Für die ungewöhnlichen Einsätze in Sibirien und im äußersten Osten Russlands würden nur die besten Kampfpiloten zugelassen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Wladimir Drik.

Ziele der Flugzeuge vom Typ Suchoi Su-24 und Su-25 sowie des Kampfhubschraubers Mi-8 seien etwa die Flüsse Ob, Jenissej, Lena und Amur. Nach der Eis-Sprengung soll das Wasser schneller abfließen.

Aus für die Hells Angels in Amsterdam

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Nach dem tödlichen Schuss eines "Hells Angels" auf einen SEK-Beamten in Anhausen prüft das rheinland-pfälzische Innenministerium ein Verbotsverfahren gegen Rockergruppen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Hells Angels müssen nach mehr als drei Jahrzehnten ihr Basislager in Amsterdam räumen. Das entschied am Dienstag ein Gericht in der niederländischen Hauptstadt. Alle Einsprüche des Motorrad-Rocker-Clubs, dem mehrfach Drogen- und Gewaltkriminalität vorgeworfen wurde, wies das Gericht zurück. Amsterdams Verwaltung wurde allerdings angewiesen, die Hells Angels für ihr Clubgebäude auf dem 4400 Quadratmeter großen Grundstück zu entschädigen.

Der Anwalt der Motorocker hatte vergeblich argumentiert, dass sie seit 34 Jahren auf einem Areal im Südosten der Grachtenstadt heimisch gewesen seien und dass nach so langer Zeit keine Besitzansprüche mehr geltend gemacht werden könnten. Die Stadt will auf dem Gelände, dass die "Hells Angels" bis zum 25. Juni verlassen müssen, unter anderem Wohnungen bauen. Ähnlich wie in Deutschland beschäftigen die "Hells Angels" auch in Holland, wo sie etwa 100 eingeschriebene Mitglieder haben, immer wieder mit Gewalttaten Polizei und Justiz.

Fast 200 Kilo Rauschgift beschlagnahmt

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Ein Beutel voll mit Haschisch.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Berliner Polizei kann einen Riesen-Schlag gegen den Drogenhandel verbuchen: Fahnder stellten 192 Kilogramm Haschisch und Marihuana im Wert von mehr als 1,3 Millionen Euro sicher. Zudem nahmen sie drei mutmaßliche Händler fest und stellten große Summen Bargeld sicher.

Wie die Polizei mitteilte, stießen sie in der Wohnung einer 38-Jährigen auf einen sechsstelligen Geldbetrag, in Geschäftsräumen der Frau fanden sie dann 112 Kilogramm Haschisch und 80 Kilogramm Marihuana, die in Stahlschränken lagerten. Auch bei einem 36-Jährigen wurden ein sechsstelliger Geldbetrag und Drogen entdeckt.

Zauber-Wurzeln ins Gefängnis geschmuggelt

Ein in einem Stück Seife versteckter Zauber hat am Freitag in einem kenianischen Hochsicherheitsgefängnis für einige Aufregung gesorgt. Das Wachpersonal der Haftanstalt nahe der Stadt Naivash nahm die Mutter eines zu lebenslänglich verurteilten Gefangenen fest, nachdem sie versucht hatte, eine selbstgemachte Seife für ihren zu lebenslänglicher Haft verurteilten Sohn hineinzuschmuggeln. Statt einer Feile oder eines Generalschlüssels fanden sie in dem Mitbringsel jedoch nur getrocknete Insekten und Wurzeln für einen mystischen Zauber.

Im Verhör sagte die Frau aus, sie habe gehofft, dass ihr Sohn die Zauber-Wurzeln während einer Berufungsanhörung vor dem Obersten Gericht kauen kann - und seine Haftstrafe wegen bewaffneten Raubes wundersam verkürzt wird. "Die Frau war sich sicher, dass ihr Sohn, wenn er erst einmal zu kauen beginnt, siegreich aus dem Verfahren hervorgehen wird", sagte Anstaltsleiter Patrick Mwenda. Die Sicherheitsvorschriften des Gefängnisses zu den Besuchszeiten wurden nach dem Fund verschärft.

Hund aus Haft entlassen

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Gehorsamtraining: So ein Pitbull kann auch lieb sein, wenn er will.

Seine Strafe bereits abgesessen hat ein Pitbull in den USA: Er kam nach zwei Wochen Haft im Tierheim wegen eines Angriffs auf ein Polizeiauto auf Bewährung wieder. Der kräftige braun-weiße Vierbeiner namens Winston war in ein Heim der Stadt Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gesperrt worden, nachdem er ein fahrendes Polizeiauto angegriffen, sich in der Stoßstange verbissen und diese schließlich abgerissen hatte, wie die Lokalzeitung "Times Free Press" am Freitag berichtete. Nur mit Mühe ließ sich der Hund einfangen und ins Tierheim bringen, wo er nach Angaben der Zeitung ein Gehorsamtraining absolvierte und sich als mustergültiger Häftling zeigte.

Winstons Besitzerin Nancy Emerling zeigte sich gegenüber dem Blatt erleichtert: "Ich kann gar nicht glauben, dass sie ihn nicht erschossen haben", sagte sie. "Die Beamten waren sehr nett."

Quelle: ntv.de

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