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Prozess um tödliches Autorennen Ku'damm-Raser sah "keinerlei Risiko"

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Die Angeklagten mit ihren Anwälten vor dem Kriminalgericht in Berlin-Moabit.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei einem illegalen Autorennen mitten in Berlin kommt ein Unbeteiligter zu Tode. Da der Bundesgerichtshof das erste Urteil gegen die zwei Raser kassiert, stehen die Männer erneut vor Gericht. Nun hat einer der Angeklagten eine Erklärung abgegeben.

Mehr als drei Jahre nach einem illegalen Autorennen mit tödlichen Folgen auf dem Kurfürstendamm in Berlin hat einer der beiden Angeklagten sein Schweigen gebrochen. Er sei damals davon ausgegangen, es bestünde durch ihn und seine Raserei "keinerlei Risiko", hieß es in der Erklärung des 27-Jährigen, die einer seiner beiden Verteidiger vor dem Landgericht verlas. Damals sei er zutiefst davon überzeugt gewesen, dass er "jede vorstellbare komplizierte Situation im Griff hatte beziehungsweise haben würde". Bis heute verstehe er nicht, wie es zu einem solchen Maß an Selbstüberschätzung gekommen sei. Den Jeep, mit dem sein Mitangeklagter zusammengestoßen war, habe er nicht gesehen.

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Der Unfallort gleicht nach dem Crash einem Trümmerfeld.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die beiden Sportwagenfahrer sollen sich in der Nacht zum 1. Februar 2016 ein illegales Rennen auf dem Ku'damm geliefert und laut Anklage mit bis zu 170 Kilometern in der Stunde tödliche Folgen billigend in Kauf genommen haben. Die Staatsanwaltschaft sieht einen bedingten Tötungsvorsatz. Die Verteidiger dagegen gehen davon aus, dass ihre Mandanten das Risiko ihrer Fahrt nicht in den Sinn gekommen sei. Es liege eine fahrlässiger Tötung vor, so die Anwälte. 

Eine andere Strafkammer des Landgerichts hatte im Februar 2017 gegen die inzwischen 27- und 30-jährigen Angeklagten deutschlandweit zum ersten Mal in einem Raser-Fall lebenslange Haftstrafen wegen Mordes verhängt. Doch die spektakuläre Entscheidung hatte keinen Bestand: Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil im März 2018 auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Der BGH sah den bedingten Tötungsvorsatz nicht ausreichend belegt.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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