Panorama

Ex-Polizist auf Rachefeldzug L.A. bietet Millionen-Belohnung

Seit Tagen verbreitet der frühere Polizist Christopher Jordan Dorner in Kalifornien Angst und Schrecken. Fünf Jahre nach seiner Entlassung aus dem Polizeidienst liefert er sich mit seinen Ex-Kollegen einen "asymmetrischen" Krieg". Nachdem die bisherige Fahndung ohne Erfolg bleibt, setzen die Behörden eine hohe Belohnungssumme aus.

Die Stadt Los Angeles hat eine Belohnung von einer Million Dollar (knapp 750.000 Euro) für Informationen über den Aufenthaltsort eines ehemaligen Polizisten ausgesetzt, der auf einem Rachefeldzug gegen frühere Kollegen bereits drei Morde verübt haben soll. "Wir können nicht tolerieren, dass dieser Mörder in Freiheit ist", sagte Bürgermeister Antonio Villaraigosa in der US-Metropole. "Wir werden diesen Terror, der uns den Frieden raubt, nicht tolerieren."

Mehr als hundert Polizisten jagen seit einer Woche ihren früheren Kollegen Christopher Jordan Dorner, der als extrem gefährlich gilt. Er hatte auf seiner Facebook-Seite ein wirres Manifest veröffentlicht, in dem er Rache für seine Entlassung aus dem Polizeidienst vor fünf Jahren schwor. Dorner kündigt an, sich mit den Mitarbeitern der Polizei von Los Angeles einen "unkonventionellen und asymmetrischen Krieg" liefern zu wollen. "Die Attacken hören auf, wenn die Behörden die Wahrheit über meine Unschuld sagen, ÖFFENTLICH!!!", schrieb er.

Dorner musste den Dienst quittieren, weil er eine Vorgesetzte fälschlich beschuldigt haben soll, bei einer Festnahme einen Verdächtigen getreten zu haben. Mehr als 40 Menschen - einige von ihnen hatte der mutmaßliche Mörder namentlich genannt - wurden unter Polizeischutz gestellt.

Auf seinem mutmaßlichen Rachefeldzug soll der 33-Jährige nahe Los Angeles die Tochter eines pensionierten Polizisten und deren Lebenspartner ermordet haben. Den Vater der Frau machte Dorner für seine Entlassung mitverantwortlich. Außerdem soll der 33-Jährige einen Polizisten getötet und zwei weitere verletzt haben.

Dorner soll Zugriff auf zahlreiche Waffen haben, darunter auch  Sturmgewehre.

Quelle: ntv.de, AFP