Nachbar mit Hammer erschlagenLebenslänglich nach Mord wegen zehn Euro

Ein Streit um zehn Euro kostet einen Mann aus Baden-Württemberg das Leben. Sein Mörder wird wird nun zu einem lebenslangen Freiheitsentzug verurteilt. Das Maß an Brutalität macht selbst den Richter sprachlos.
Das Landgericht Heilbronn hat einen 25 Jahre alten Mann zu lebenslangem Freiheitsentzug verurteilt, weil er einen 52-Jährigen mit einem Hammer getötet hat. Der Grund für die Tat: zehn Euro, die der Verurteilte dem Opfer nicht zurückzahlen wollte. Der 25-Jährige sei mit einem Maß an Brutalität vorgegangen, das sprachlos macht, so der Vorsitzende Richter. Mindestens 30 Mal schlug der Verurteilte demnach mit voller Kraft auf den Hinterkopf und das Gesicht des Opfers ein - auch als dieses bereits hilflos am Boden lag.
Nach Angaben der "Heilbronner Stimme" soll es sich bei der Tat im März 2017 um einen Streit unter Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus im baden-württembergischen Niedernhall gehandelt haben. Der 25-Jährige soll sich laut Staatsanwaltschaft bei seinem späteren Opfer zehn Euro geliehen und nicht zurückgezahlt haben. Als der 52-Jährige den Verurteilten daraufhin beleidigte und bedrohte, soll dieser den Entschluss gefasst haben, den Nachbarn zu töten - um den lästigen Konflikt aus der Welt zu schaffen.
Der arbeitslose Mann stand nach Auffassung des Gerichts zum Zeitpunkt der Tat zwar leicht unter Drogeneinfluss, seine Steuerungsfähigkeit sei jedoch nicht eingeschränkt gewesen. Getötet habe der drogenabhängige Mann nicht nur, um die ausstehenden zehn Euro nicht zurückzahlen zu müssen, sondern auch um eine Geldkassette stehlen zu können. Der Inhalt dieser Kassette: 6,50 Euro.