Panorama

Anruf belegt neue Daten MH370 drehte wohl früher ab

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Seit Monaten beschäftigt das Schicksal von MH370 die Öffentlichkeit. Malaysia Airlines steckt seitdem in der Krise.

(Foto: REUTERS)

Seit fünfeinhalb Monaten läuft die Suche im südlichen Indischen Ozean nach einem verschwundenen malaysischen Verkehrsflugzeug. Deren genaue Flugroute ist bis heute unklar. Neue Daten könnten belegen, dass bislang an falscher Stelle gesucht wurde.

Ein Anrufversuch zum rätselhaft verschwundenen Malaysia-Airlines-Unglücksflieger MH370 hat die australischen Ermittler auf eine neue Spur gebracht. Sie glauben nun, dass das Passagierflugzeug, das Anfang März vermutlich über dem südlichen Indischen Ozean abstürzte, früher nach Süden abdrehte als bisher angenommen.

Die Fahnder haben ein versuchtes Satellitentelefonat des Bodenpersonals von Malaysia Airlines in den Stunden nach dem Verschwinden des Flugzeugs vom Radar ausgewertet. Eine Verbindung kam damals zwar nicht zustande. Dennoch hätten die Analysedaten jetzt neue Erkenntnisse zur Position des Flugzeugs geliefert, wie der australische Vize-Ministerpräsident Warren Truss mitteilte.

Genauere Nachforschungen hätten es "möglich gemacht, dieses Telefonat zu identifizieren oder nachzuverfolgen, und dazu beigetragen, das Flugzeugs und seine Flugrichtung zu orten", sagte Truss.

Australien hat vor Kurzem die niederländische Öl- und Gasberatungsfirma Fugro mit der Unterwassersuche nach dem vermissten Flug MH370 im Indischen Ozean beauftragt. Der erneute Anlauf, den Jet mithilfe privater Suchfirmen zu finden, soll im September beginnen und ein immenses Gebiet von mehr als 51.000 Quadratkilometern umfassen. Das entspricht etwa einem Quadrat von gut 225 Kilometern Kantenlänge. Die Suche könnte bis zu einem Jahr dauern.

Bisschen weiter südlich

Laut Truss habe sich das Suchgebiet wegen der neuen Analysedaten grundsätzlich nicht verändert. "Aber einige der jetzt verfügbaren Informationen legen nahe, dass Gebiete ein bisschen weiter im Süden des bisherigen Suchgebiets von besonderem Interesse sein könnten", sagte er in der australischen Hauptstadt Canberra. Flug MH370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Die meisten Insassen waren Chinesen.

Suchmannschaften haben inzwischen mehr als 87.000 Quadratkilometer Meeresboden im Indischen Ozean kartografiert, um die geplante Unterwassersuche vorzubereiten. Die Aktion wird vermutlich mehr als 52 Millionen australische Dollar, umgerechnet rund 37 Millionen Euro, kosten.

Quelle: ntv.de, ppo/rts

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