Panorama

Mexikanischer DrogenkriegMafiaboss erschossen

17.12.2009, 10:52 Uhr
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Soldaten bewachen ein Wohnhaus in der Stadt Cuernavaca. 200 Marinesoldaten waren an dem Einsatz gegen Drogenboss Leyva beteiligt. (Foto: AP)

Die mexikanische Polizei hat einen der mächtigsten Drogenbosse des Landes getötet. Arturo Beltrán Leyva starb bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Damit gelingt der Regierung ein harter Schlag gegen die Drogenmafia, auf deren Konto tausende Morde gehen.

Leyva führte eines der größten Drogenkartelle des Landes an. Er wurde auch in den USA wegen Kokainschmuggels im Wert von mehreren Milliarden Dollar angeklagt. Nach Angaben des Justizministeriums wurde er bei dem Gefecht in der südlichen Stadt Cuernavaca von Sicherheitskräften erschossen.

Demnach kamen bei der Auseinandersetzung vier weitere Mitglieder der Bande ums Leben. Auf die Ergreifung von Beltrán Leyva, der das gleichnamige Kartell leitete, war eine Belohnung von 1,5 Millionen Dollar ausgesetzt.

14.000 Morde seit 2006

Im Norden Mexikos kämpfen mehrere Rauschgiftkartelle um die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA. Seit Jahresbeginn zählten die Behörden allein in der Grenzstadt Ciudad Juárez bereits 2500 Morde.

Im Zuge ihrer Offensive gegen das organisierte Verbrechen hat die mexikanische Regierung 50.000 Soldaten an mehrere Brennpunkte des Landes entsandt. Der Drogenmafia werden mehr als 14.000 Morde seit Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón Ende 2006 angelastet.

Quelle: AFP/dpa