Schießerei in BerlinMann feuert auf Nachtclub-Besucher

Es ist kurz nach zwei Uhr am Samstagmorgen, als ein 33-jähriger Russe vor einem Berliner Nachtclub das Feuer eröffnet. Ein Mann stirbt im Kugelhagel - mehrere weitere werden verletzt. Der Täter soll im Streit zur Waffe gegriffen haben. Worum es ging, ist unklar.
Bei einer Schießerei vor einem Nachtclub im Berliner Stadtteil Hohenschönhausen ist in der Nacht zu Samstag ein Mann getötet worden. Zwar konnte der Schwerverletzte vor Ort zunächst reanimiert werden, kurz darauf erlag er aber seinen Verletzungen. Drei weitere Männer im Alter von 33, 34 und 41 Jahren wurden verletzt und kamen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Den 33-Jährigen nahmen die Beamten als mutmaßlichen Schützen fest.
Anwohner hatten am Morgen gegen zwei Uhr einen Streit im Umfeld des Nachtclubs gehört. Danach fielen Schüsse, woraufhin Polizei und Feuerwehr alarmiert wurden. Rund ein Dutzend Polizisten waren vor Ort. Der tatverdächtige 33-Jährige erlitt laut Polizei eine Gesichtsfraktur, die beiden anderen ins Krankenhaus gebrachten Männer Schussverletzungen. Bei keinem von ihnen bestehe Lebensgefahr.
Der Club in der Ribnitzer Straße gilt im Viertel als Treffpunkt von Russen und Albanern. Es soll dort wiederholt zu Streitigkeiten gekommen sein. Der Tatverdächtige ist laut Polizei russischer Staatsbürger, der Tote ein in Kasachstan geborener Deutscher. Die beiden Verletzten sind ein aus Deutschland stammender Ukrainer und ein Türke. Die Polizei vermutet, dass die Männer sich zunächst im Club aufhielten und es dann auf dem Bürgersteig vor der Disco zum Streit kam.
Auslöser des Streits noch unklar
Die Hintergründe der Auseinandersetzung würden noch ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Zum Tatzeitpunkt sollen sich bis zu 60 Menschen in dem Club befunden haben. "Nach der Personalienfeststellung konnten alle das Gebäude über den Hinterausgang verlassen", sagte der Sprecher. Die Spurensicherung arbeitete bis in den Vormittag hinein am Tatort.
Kriminaltechniker hoben auch geparkte Autos an. Dabei wurde unter einem Wagen eine Schusswaffe gefunden. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, ist unklar. Auch mehrere Patronenhülsen wurden entdeckt. "Wir gehen davon aus, dass die Hülsen alle zu dieser Waffe gehören", sagte der Sprecher. Es müsse allerdings noch die kriminaltechnische Untersuchung abgewartet werden.