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Doppelt und mit Ohr-Knoten Mit diesen Tricks schützen Masken besser

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Die Doppelmaske - Stoff- über chirurgischer Maske - erhöht den Schutz für den Träger deutlich.

(Foto: K. Stoppel)

Mund-Nasen-Schutzmasken gehören mittlerweile zum Alltag in der Corona-Pandemie. Sie gelten als wichtige Maßnahme zur Verringerung von Ansteckungen. Forscher finden nun heraus, wie man mit ein paar einfachen Kniffen die Schutzwirkung für sich selbst und andere deutlich erhöht.

Schutzmasken helfen, die Verbreitung von Sars-CoV-2 einzudämmen - darüber besteht unter Experten weitgehend Einigkeit. Alltagsmasken und die hierzulande mittlerweile in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr vorgeschriebenen chirurgischen Masken sollen vor allem andere schützen. Doch der Träger kann mit ein paar einfachen Kniffen auch die Schutzwirkungen für sich selbst deutlich erhöhen, zeigt eine neue Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Dabei handelt es sich um kleine Optimierungen, die jeder durchführen kann: Darunter die Doppelmaske, bei der einfach nur eine Stoffmaske über einer dreilagigen chirurgischen Maske getragen wird. Bei einer anderen Variante werden die Schlaufen einer chirurgischen Maske vor den Ohren verknotet und überlappendes Material unter die Seitenränder gestopft. Beide Techniken haben zur Folge, dass die Masken enger sitzen und weniger Luft an den Ränder hinein- oder herausströmen kann.

Simuliert wurde eine Situation, wie sie in einem kleinen Büro für zwei Personen herrscht. Die zwei neuen Masken-Methoden wurden dabei in verschiedenen Konstellationen durchgetestet: Mal trug nur einer von zwei Kopf-Dummys eine modifizierte Maske, mal beide. Einer der beiden Dummys (der "Infizierte") strömte Aerosole aus, der andere (der "Gesunde") nahm sie auf.

Klares Ergebnis des Experiments: Wenn nur der Gesunde eine Maske trägt, können die Doppelmaske und die Ohr-Knoten-Methode die Schutzwirkung drastisch erhöhen. Eine normal getragene chirurgische Maske reduziert die Aerosole für den Träger laut Versuch um etwa 7,5 Prozent (gegenüber gar keiner Maske). Bei der Doppelmaske sind es jedoch 83 Prozent weniger Aerosole. Werden die Bänder der chirurgischen Maske verknotet, sind es immerhin noch 64,5 Prozent weniger.

Neue Methoden in jedem Fall überlegen

Aber auch wenn nur der Infizierte eine der modifizierten Masken trägt, ist das laut der CDC-Studie ein deutlicher Gewinn. Eine herkömmlich getragene chirurgische Maske senkt die Menge an Aerosolen für einen Gesunden (ohne Maske) um rund 41 Prozent - bei der Doppelmaske waren es allerdings rund 82 Prozent, bei der verknoteten knapp 63 Prozent.

Am deutlichsten ist die Wirkung der Masken-Kniffe laut der Studie jedoch, wenn sowohl Infizierter als auch Gesunder sie anwenden: Dann ist ein Gesunder in beiden Fällen rund 96 Prozent weniger Aerosolen ausgesetzt. Bei herkömmlichen chirurgischen Masken liegt die Reduktion bei lediglich rund 84 Prozent. Weitere Kombinationen hatten die Forscher nicht getestet. Auch die in Deutschland alternativ in Geschäften, Busse und Bahnen vorgeschriebenen FFP2-Masken waren nicht Gegenstand der Experimente.

"Jede Maske ist besser als keine", betonte John T. Brooks, Hauptautor der CDC-Studie laut der "New York Times". Dies hätten bereits verschiedene Studien bewiesen, die in Haushalten in Peking, in Friseursalons in Missouri und an Bord eines Flugzeugträgers in Guam durchgeführt wurden. "Das Tragen einer Maske reduziert die Ausbreitung und in Gemeinden, die das Maskentragen übernehmen, gehen die Neuinfektionen zurück."

Quelle: ntv.de, kst