Panorama

Polizeiliche Kriminalstatistik München ist am sichersten

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Trotz Oktoberfest und großem Flughafen ist München eine sichere Stadt..

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist in Deutschland höchst unterschiedlich. Relativ sicher ist es in München, im Norden sieht es schon deutlich schlechter aus.

Frankfurt am Main bleibt die Großstadt Deutschlands mit der höchsten Kriminalitätsrate, während es in München am sichersten ist. Das geht zumindest aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2012 hervor, aus der die "Welt" vorab zitierte. In Frankfurt zählte die Polizei demnach im vergangenen Jahr 16.310 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Düsseldorf mit 14.966 registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohner und Köln mit 14.590 Taten. In Ostdeutschland ist Leipzig die unsicherste Stadt.

Die sicherste Stadt Deutschlands bleibt wie schon in den Vorjahren München. Dort registrierte die Polizei nur 7153 Verbrechen pro 100. 000 Einwohner. Es folgen Augsburg (8156 Taten) und Wiesbaden (8288 Taten). Die Langzeitanalyse zeigt demnach, dass die Schere bei der Sicherheit in den vergangenen Jahren auseinander ging. Während die Häufigkeit der Straftaten in der Main-Metropole Frankfurt seit drei Jahren steigt, ist sie in München seit vier Jahren deutlich gesunken.

Allerdings steht die Kriminalstatistik immer wieder in der Kritik. So bemängelte in den vergangenen Jahren der Sicherheitsdezernent der Stadt Frankfurt, Markus Frank, dass viele weltweit begangenen Gelddelikte im Bankenstandort Frankfurt registriert würden. Neben den Banken würde außerdem der Flughafen mit jährlich mehr als 53 Millionen Passagieren die Statistik verzerren. So würden Verletzungen der Einreisebestimmungen oder Zollvergehen zu der Statistik hinzugerechnet.

Viele Straftaten auch in Berlin und Bremen

Generell ist laut der Polizeilichen Kriminalstatistik das Risiko, einem Dieb, Einbrecher oder Mörder zum Opfer zu fallen, regional höchst unterschiedlich. So gibt es ein starkes Nord-Süd-Gefälle, wie aus der Rangliste der Bundesländer hervorgeht.

Nach den Stadtstaaten Berlin (14.144 erfasste Straftaten pro 100. 000 Einwohner), Bremen (13.128) und Hamburg (12.551) ist Nordrhein-Westfalen demnach der Flächenstaat mit der höchsten Kriminalitätsrate. Dort entfallen auf 100.000 Einwohner 8510 Verbrechen, während es in Bayern lediglich 4977 Taten sind. Baden-Württemberg registrierte 5317 Verbrechen und Thüringen 6307 Taten pro 100.000 Einwohner ab. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wird die Zahlen offiziell am Mittwoch in Berlin vorstellen.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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