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"Ungeheuerliche" ärztliche Fehler Narkose-Experte belastet Murray

Der Leibarzt des verstorbenen Michael Jackson, Conrad Murray, gerät immer mehr in Erklärungsnot: Nun wirft ihm auch ein Narkose-Experte schwere Fehler vor.

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Steven Schafer vor Gericht.

(Foto: AP)

Ein Narkose-Experte hat früherem Leibarzt, der wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht steht, schwere Vorwürfe gemacht. Der Herzspezialist habe im Umgang mit dem Narkosemittel Propofol zur Behandlung von Jacksons Schlaflosigkeit zahlreiche gravierende Fehler gemacht, sagte der renommierte Anästhesist Steven Schafer, der vor Gericht als Zeuge für die Anklage geladen war. Murray hätte das starke Mittel, das normalerweise nur bei Operationen verwendet wird, seinem Patienten nie geben dürfen, schon gar nicht in einem Privathaus ohne lebensrettende Geräte.

"Unverzeihliche" und "ungeheuerliche" ärztliche Fehler hätten am Ende zu Jacksons Tod geführt, sagte Schafer. Der Professor der Columbia Universität sollte in dem Prozess, der seit vier Wochen läuft, als vermutlich letzter Zeuge der Anklage aussagen. Ab Freitag sind die Zeugen der Verteidigung geladen.

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Murray mit seinem Anwalt.

(Foto: AP)

Jackson war am 25. Juni 2009 nach dem Befund der Gerichtsmediziner an einer Überdosis Propofol im Mix mit anderen Beruhigungsmitteln gestorben. Laut Anklage gab Murray versehentlich die tödliche Dosis. Der Arzt hatte im Polizeiverhör gesagt, er habe Jackson nur eine kleine Menge gespritzt. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem 58 Jahre alten Herzspezialisten bis zu vier Jahre Haft.

Quelle: n-tv.de, dpa

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