Panorama

125.000 Haushalte betroffen Panne führt zu großflächigem Stromausfall in Paris

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Die Innenstadt von Paris blieb Mittwochabend zeitweise dunkel.

(Foto: REUTERS)

Frankreich steht wegen Stromknappheit ein harter Winter bevor. Die Regierung will deshalb kontrollierte Stromabschaltungen proben. Doch kurz vorher kommt es wegen einer Panne zum Ernstfall.

In Paris ist es am Donnerstagabend zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. 125.000 Haushalte unter anderem im dritten, vierten und fünften Arrondissement der französischen Hauptstadt waren zeitweise ohne Strom, wie der Netzbetreiber RTE mitteilte. Grund für den Ausfall sei eine Panne in einem Transformator gewesen. Dadurch sei ein Hochspannungskabel abgeschaltet worden. In den sozialen Netzwerken teilten Bewohner Bilder ganzer Straßenzüge, die im Dunkeln lagen.

Der Zwischenfall in der Hauptstadt ereignete sich inmitten heftiger Debatten über mögliche stundenweise Stromabschaltungen im ganzen Land wegen Engpässen. In Frankreich sind derzeit 18 der 56 Atomreaktoren wegen Reparaturen oder Wartungsarbeiten abgeschaltet. Da Frankreich sich im Moment auf mögliche Stromabschaltungen während eines harten Winters rüstet, scherzte der Bürgermeister von Paris-Zentrum, Ariel Weil, er habe nicht damit gerechnet, dass der Strom so schnell ausfällt.

Zu dem Stromausfall kam es am Vorabend einer Übung der französischen Behörden, bei der am Freitag das zeitlich und regional begrenzte Abschalten der Stromversorgung in einer Region simuliert werden soll. Weil zurzeit zahlreiche französische Atomkraftwerke gewartet werden, wird im Januar mit Versorgungsengpässen gerechnet. Die Regierung hat deshalb mit Vorbereitungen für örtlich begrenzte Stromabschaltungen bei Spitzenbelastungen begonnen. Damit soll ein unkontrollierter Blackout abgewendet werden.

Am Freitag sollen Abläufe für eine Abschaltung simuliert werden, ohne dass an dem Tag tatsächlich eine Abschaltung vorgenommen wird. Wenn die Maßnahme erforderlich wird, soll sie einen Tag zuvor angekündigt werden.

Quelle: ntv.de, vmi/dpa/AFP

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