Panorama

Sexueller Missbrauch in den 80ern Pensionierter Priester verliert alles

Im Bistum Trier muss erneut ein Geistlicher entlassen werden, weil er sich an jungen Frauen verging. Die Tat liegt rund 30 Jahre zurück. Der bereits pensionierte Geistliche hat juristisch nichts zu befürchten, weil die Taten längst verjährt sind. Dennoch wiegt die Strafe schwer.

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Die Missbrauchsfälle liegen wie ein Schatten auf der katholischen Kirche.

(Foto: picture alliance / dpa)

Weil sich ein Priester vor rund 30 Jahren an zwei Messdienerinnen verging, verliert der pensionierte Geistliche jetzt alle beruflichen Rechte und bekommt eine geringere Pension.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann entließ damit bereits den zweiten Priester seines Bistums wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Klerikerstand. Der Mann aus dem Saarland habe sich erwiesenermaßen in den 80er und 90er Jahren an den beiden Schülerinnen vergangen, teilte das Bistum Trier. Strafrechtlich sind die Taten verjährt.

Mit dem Rauswurf vom 2. Mai verliere der Geistliche im Ruhestand alle Rechte als Priester, hieß es. Er darf keine Messe mehr halten oder Sakramente spenden und bekommt weniger Geld. Ackermann hatte die kirchenrechtliche Höchststrafe bereits im Juli 2012 gegen einen Priester verhängt, der zwischen 1966 und 1980 fünf minderjährige Jungen missbraucht hatte.

Zum Bistum Trier mit knapp 1,5 Millionen Katholiken gehören die ehemaligen Regierungsbezirke Trier und Koblenz sowie weite Teile des Saarlands.

Quelle: ntv.de, dpa