Panorama

Deutschlandlied "schläfert ein" Petition fordert DDR-Hymne zurück

62237355.jpg

Die DDR-Hymne klinge "hoffnungsvoll und antreibend", meinen die Initiatoren der Petition.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Zuge der deutschen Einheit wurde die DDR-Hymne eingemottet - nun fordern die Initiatoren einer Petition eine Wiedergeburt von "Auferstanden aus Ruinen". Sie wollen einen Hymnen-Hybrid als weiteres "Zeichen der deutschen Wiedervereinigung".

Ein gutes Vierteljahrhundert nach der deutschen Wiedervereinigung fordert eine dem Bundestag zugestellte Petition ein Verschmelzen der Nationalhymne der Bundesrepublik mit der DDR-Hymne. "Die jetzige Nationalhymne klingt schleppend, geradezu einschläfernd", heißt es im Begründungstext zu der Eingabe auf der Internetseite des Parlaments. Zudem sei sie "gerade im Hinblick des Verbots der ersten Strophe eher negativ behaftet".

Die DDR-Hymne klinge hingegen "hoffnungsvoll und antreibend, wodurch sie sich zum Beispiel auch hervorragend zur Begleitung sportlicher Veranstaltungen eignet", heißt es weiter. Zudem wäre das Verschmelzen der Hymnen "ein weiteres Zeichen der deutschen Wiedervereinigung".

Petition 69525 fordert konkret die Einführung der früheren DDR-Hymne "Auferstanden aus Ruinen" mit dem Text ihrer ersten beiden Strophen sowie der dritten Strophe des Deutschlandlieds. Anfang Februar war die Petition gestartet worden. Allerdings verzeichnet sie bis jetzt nur 22 Unterstützer.

Nur wenn der Initiator innerhalb von vier Wochen 50.000 Unterstützer gewinnen kann, erreicht eine Petition das nötige Quorum. Dann kann der Initiator sein Anliegen mit den Abgeordneten in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses des Bundestags diskutieren.

Quelle: ntv.de, jug/AFP