Panorama

Zuviel Lösegeld an Bord Piraten ertrinken bei Flucht

Nach der Freilassung des Supertankers "Sirius Star" sind sechs der Entführer auf dem Heimweg ertrunken. An Bord ihres Bootes habe sich auch ein Teil des Lösegeldes befunden, sagte Piratenchef Mohamed Said der Nachrichtenagentur AFP. "Es waren 300.000 Dollar an Bord, die wir noch nicht wiedergefunden haben." Die Piraten ertranken, als ihr Schiff nach Verlassen der "Sirius Star" überladen und mit überhöhter Geschwindigkeit verunglückte.

Die "Sirius Star" war vor zwei Monaten entführt worden, am Freitag verkündeten die Piraten die Freigabe des Schiffes. Aus dem Umfeld der Verhandlungen hieß es, dass rund drei Millionen Dollar Lösegeld gezahlt wurden. Der Tanker hatte 25 Besatzungsmitglieder und zwei Millionen Barrel Rohöl an Bord.

Weiteres Schiff frei

Unterdessen haben Piraten mit dem iranischen Frachter "Delight" ein weiteres entführtes Schiff freigegeben. Die Piraten hätten die unter der Flagge von Hongkong fahrende "Delight" am Freitag ziehen lassen, teilte die Reederei IRISL nach Angaben des staatlichen iranischen Rundfunks mit. Alle 25 Besatzungsmitglieder seien freigelassen worden und wohlauf.

In dem Bericht wurde nicht mitgeteilt, ob ein Lösegeld gezahlt wurde. Das Schiff war mit 36.000 Tonnen Weizen auf dem Weg zu dem iranischen Hafen Bandar Abbas gewesen, als Piraten es am 18. November kaperten. Im Oktober hatte der Iran für ein iranisches Handelsschiff ein Lösegeld gezahlt, dass Wochen zuvor vor der Küste Somalias entführt worden war.

Im vergangenen Jahr griffen somalische Piraten mehr als hundert Schiffe an und erpressten Berichten zufolge rund 120 Millionen Dollar (88 Millionen Euro) Lösegeld.

Quelle: n-tv.de

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