Panorama

Verkleidung weckt Verdacht Polizei schießt Panda-Mann nieder

imago64193084h.jpg

(Foto: imago/Jacob Schröter)

Ein als Pandabär verkleideter Mann versucht in den USA in ein Fernsehstudio einzudringen. Trägt er Sprengstoff? Polizisten schießen ihn nieder – und entdecken, was er wirklich unter seinem Kostüm hatte.

Die Polizei hat in Baltimore an der US-Ostküste einen Mann niedergeschossen, der im Tierkostüm und "bewaffnet" mit Schokoriegeln ein Studio des TV-Senders Fox bedroht haben soll. Der Mann habe in einem massigen Pandakostüm das Gebäude betreten, sagte Baltimores Polizeichef Kevin Davies mehreren US-Medien.

Er wollte demnach durchsetzen, eine Botschaft zu verbreiten. Ein Polizeisprecher in Baltimore sagte, drei Polizisten hätten auf den Mann geschossen, nachdem er sich geweigert hatte, die Hände hochzunehmen. "Er hat mehr als eine Schusswunde", sagte der Sprecher. Die Polizei hatte befürchtet, dass der Mann Sprengstoff am Leib trug.

Der Angeschossene im Alter von rund 25 Jahren werde in einem Krankenhaus behandelt. "Sein Zustand ist kritisch, aber stabil, wir gehen davon aus, dass er überlebt", sagte der Polizeisprecher. Aus dem Anzug des Verdächtigen hätten Drähte geragt.

Als der Niedergeschossene von einem Polizeiroboter untersucht wurde, stellte sich heraus, dass der Mann unter seinem Bärenkostüm lediglich mit Schnüren verbundene Schokoriegel bei sich trug. Ein CNN-Reporter berichtete, der Mann sei möglicherweise psychisch verwirrt. Das Gebäude des TV-Senders Fox war vorsichtshalber evakuiert worden.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa