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Nach Tod eines 17-Jährigen Polizei warnt vor gefährlichen Ecstasy-Pillen

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Vor diesen Pillen warnt die Kölner Polizei derzeit.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Leverkusen stirbt ein Jugendlicher nach der Einnahme von Ecstasy. Eine übriggebliebene Drogenpille des jungen Mannes versetzt die Polizei in Alarmstimmung: Der Wirkstoffgehalt übertrifft die übliche Menge um ein Vielfaches.

Nach dem Tod eines 17-Jährigen warnt die Kölner Polizei vor gefährlichen Ecstasy-Pillen mit extrem hoher Wirkstoffkonzentration. Bereits die Einnahme von anderthalb Tabletten könne tödlich sein, berichtete die Polizei.

Der Jugendliche war den Angaben zufolge am Mittwoch in einem Leverkusener Krankenhaus gestorben. Ermittler fanden bei ihm eine der Pillen. Experten des Landeskriminalamts (LKA) stellten bei der Untersuchung fest, dass die Tablette eine so große Menge des Wirkstoffs MDMA enthielt, dass sie doppelt so stark wirkt wie bekanntes Ecstasy. Wo die Pillen herkommen, wird zurzeit ermittelt.

Ecstasy gilt als "Partydroge" und wird synthetisch, also ohne natürliche Rohstoffe, im Labor hergestellt. Zu den Konsumenten zählen vor allem junge Menschen. Die oftmals mit Prägungen versehenen Tabletten führen zu Glücksgefühlen, Kontaktfreudigkeit und Verlust des Zeitgefühls. Vor allem Anfang der 1990er Jahre erlebte die Droge in der Musikclub-Szene einen Aufschwung.

Bei der Einnahme wird das körpereigene Warnsystem ausgeschaltet. Bei langem Tanzen kann dies zu extremem Wasserverlust, Organschäden und Kreislaufzusammenbruch führen. Tödliches Nierenversagen wurde ebenso beobachtet wie tödliche Hirnblutungen. Die Droge kann zudem Psychosen und Wahnvorstellungen verursachen.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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