Panorama

Bestes Restaurant der Welt Preis geht nach Kopenhagen

Vier Jahre lang stand das "El Bulli" auf Platz eins der Liste der 50 besten Restaurants. Jetzt wurde es von dem dänischen Gourmet-Tempel "Noma" verdrängt.

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René Redzepi setzt auf nordische Küche.

(Foto: REUTERS)

Das Restaurant "Noma" in Kopenhagen ist das beste Restaurant der Welt. Die britische Fachzeitschrift "Restaurant Magazine" wählte das Restaurant des Spitzenkochs René Redzepi zum Nachfolger des spanischen Restaurants "El Bulli". Damit haben die Dänen erstmals Platz eins erobert. 2009 hatte es für das "Noma" nur zum dritten Rang gereicht.

Das "El Bulli" von Ferran Adrià hatte zuvor viermal in Folge den Spitzenplatz unter den weltweit 50 besten Restaurants eingenommen, die von den Kritikern des Magazins jährlich ausgewählt werden.

Das "Noma" ist in den letzten Jahren durch eine kreative nordische Küche in den Vordergrund gerückt. Redzepi verwendet fast nur Produkte aus Skandinavien und bietet raffinierte Gemüse- und Getreidekreationen.

Für die Küchenszene bietet Redzepis Konzept eine Alternative zu der spanischen Molekularküche mit ihren avantgardistischen Techniken. Adrià als ihr wichtigster Vertreter hatte vor einem Monat überraschend angekündigt, sein Restaurant an der Costa Brava von 2012 an für zwei Jahre zu schließen. Von 2014 an soll das Restaurant eine Stiftung werden und als gastronomisches Ideenzentrum weiterarbeiten.

Ehrenpreis für Witzigmann

Der österreichische Koch Eckart Witzigmann wurde bei der Vergabe der Preise in London für sein Lebenswerk geehrt. Unter den deutschen Restaurants auf der Liste verbesserte sich das "Vendôme" von Joachim Wissler in Bergisch Gladbach von Platz 25 auf Platz 22, während die "Schwarzwaldstube" von Harald Wohlfahrt in Baiersbronn von Rang 23 auf 47 absackte. Dafür errang das "Aqua" in Wolfsburg von Sven Elverfeld als Neuling auf der Liste Platz 34.

Dauersieger Adrià wurde für seine unangefochtene Spitzenstellung in den Jahren 2006 bis 2009 als "Koch des Jahrhunderts" ausgezeichnet. Den dritten Platz der Restaurant-Wertung belegte das "Fat Duck" des Engländers Heston Blumethal, der sich wie Adrià der molekularen Küche verschrieben hat. Spanien ist mit vier Platzierungen in der stark angelsächsisch dominierten Liste vertreten, die USA mit drei.

Die Rangliste "Die 50 weltbesten Restaurants" wird international stark beachtet. Sie würdigt weniger die Küchenqualität als vielmehr das internationale Image der Restaurants. Es entscheiden 26 regionale Jurys aus aller Welt, denen rund 800 Köche, Journalisten und Fachleute angehören.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa