Panorama

43 Macheten und ein Samurai-Schwert Razzien bei Hells Angels

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Mit einem Motorradkorso haben vor zwei Wochen rund 300 Rocker in Frankfurt gegen das Verbot von Motorrad-Clubs demonstriert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Polizei behält die Rocker weiter fest im Visier. Erneut wurden Räume der Hells Angels durchsucht - zeitgleich in drei Bundesländern. Festnahmen gibt es keine, dafür finden die Beamten reichlich Waffen. Es ist die zweite Großrazzia im Rockermilieu in dieser Woche.

Parallel in drei Bundesländern hat die Polizei erneut Räume der Hells Angels durchsucht. Rund 300 Beamte waren am Abend in 16 Wohnungen in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie in Rocker-Vereinsräumen in Potsdam im Einsatz, wie ein Sprecher der federführenden Brandenburger Polizei sagte. Es seien zahlreiche Waffen sowie Betäubungsmittel und Anabolika gefunden worden. Festnahmen gab es den Angaben zufolge nicht.

Zu den Gründen für die neuerlichen Razzien sagte der Sprecher: "Nach wie vor gibt es Auseinandersetzungen im Milieu zwischen rivalisierenden Rockerbanden in Berlin - und in Brandenburg gab es wiederholt Waffenfunde."

In den Potsdamer Vereinsräumen wurden den Angaben zufolge drei Macheten, ein Baseballschläger und eine Kiste mit sechs Messern gefunden. In den Wohnungen stellten die Ermittler unter anderem 40 Macheten, mehrere Schreckschusspistolen sowie Totschläger und ein Samuraischwert sicher. Es wurden Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz erlassen.

Seit Monaten häufen sich in Berlin und anderen Bundesländern Aktionen gegen kriminelle Rockergruppen. Zu Beginn dieser Woche waren bei einer Großrazzia der Berliner Polizei sechs Bandidos festgenommen worden. Sie sind mittlerweile alle wieder auf freiem Fuß. 200 Beamte durchsuchten Wohnungen und ein Vereinsheim der Bandidos und beschlagnahmten Waffen, Motorräder und Bargeld. Die Potsdamer Ortsgruppe der Hells Angels hatte sich vor einigen Wochen offiziell aufgelöst.

Quelle: ntv.de, dpa