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Mutter kritisiert die Polizei Rebecca wird seit fünf Monaten vermisst

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Rebecca bleibt spurlos verschwunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wochenlang sucht die Polizei in Berlin und Brandenburg nach der vermissten Schülerin Rebecca. Die Behörden gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Doch auch fünf Monate danach bleibt der Fall rätselhaft. Die Mutter erhebt Vorwürfe gegen die Ermittler - hat aber immer noch Hoffnung.

Fünf Monate nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin bleibt der Fall mysteriös und das Mädchen unauffindbar. Die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt hält den Schwager der Schülerin weiterhin für tatverdächtig. Der Mann befindet sich allerdings auf freiem Fuß, nachdem er aus der Untersuchungshaft entlassen worden war.

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Die Mutter des Opfers, Brigitte Reusch, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei: "Unser Fall ist sehr, sehr umfangreich und ich denke, dass da am Anfang einiges schiefgelaufen ist und man da jetzt zurückrudern muss", sagt sie im Interview mit RTL.

Tatverdächtiger auf freiem Fuß

Dass die Staatsanwaltschaft Rebeccas Schwager weiterhin für tatverdächtig hält, etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun zu haben, kann die Familie nicht verstehen: "Es ist schon schade, dass mein Schwiegersohn weiterhin Tatverdächtiger ist. Wir sehen viele Ungereimtheiten und verstehen nicht, warum die Polizei das auch nicht so sieht", erklärt Brigitte Reusch weiter. " Vielleicht haben sie etwas, was sie uns nicht sagen wollen."

Rebecca hatte in der Nacht vor ihrem Verschwinden im Einfamilienhaus der Familie ihrer Schwester in einer ruhigen Wohngegend übernachtet. In der Nacht oder am Morgen des 18. Februar verschwand sie. Kurz darauf wurde ihr Handy dauerhaft abgeschaltet.

Der Schwager von Rebecca wurde insgesamt zwei Mal festgenommen und wieder freigelassen. Die Polizei hatte während der Suche nach der Schülerin Seen mit Leichenspürhunden abgesucht und mehrere Male die Gegend um das Wohnhaus in Berlin-Britz durchkämmt. Doch bis heute ist der Aufenthaltsort von Rebecca oder der mögliche Ablageort ihrer Leiche nicht gefunden.

Auf Anfrage von RTL erklärt die Oberstaatsanwaltschaft, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Brigitte Reusch schöpft etwas Hoffnung: "Wir sind uns auch bewusst, dass die Chance 50 zu 50 groß ist." Natürlich könne Rebecca tot sein. Entweder sei sie wirklich festgehalten worden oder sie werde noch immer festgehalten. 

Quelle: n-tv.de, sgu

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