Panorama

Das teuerste Buch der Welt Rothschild-Gebetbuch wird erneut versteigert

13,3 Millionen Dollar, so viel kostet ein Gebetbuch aus dem 16. Jahrhundert bei seiner ersten Versteigerung vor 15 Jahren und zählt damit zum teuersten Buch der Welt. Jetzt kommt es noch einmal unter den Hammer. Bis zu 18 Millionen könnte das Manuskript dieses Mal bringen.

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Das Gebetbuch entstand zwischen 1500 und 1520 und ist das teuerste Gebetsbuch in privater Hand.

(Foto: wikipedia)

Das bisher teuerste illustrierte Gebetsbuch der Welt soll noch einmal verkauft werden. 15 Jahre nach seiner ersten Versteigerung will Christie's das Gebetbuch der Rothschilds erneut anbieten.

Das vor einem halben Jahrtausend entstandene Buch mit wechselvoller Geschichte ist ein Rekordhalter: 1999 war es für 13,3 Millionen Dollar in London versteigert worden. Das war nicht nur das Dreifache der erwarteten Summe, sondern machte das Buch auch zum bis dahin teuersten illustrierten Manuskript, das je versteigert wurde. Diesmal erwartet Christie's 12 bis 18 Millionen Dollar (8,9 bis 13,3 Millionen Euro). Die Versteigerung soll am 29. Januar stattfinden.

Europarekord für Privatsammlung

Das Buch gehörte lange der Bankiersfamilie Rothschild und wurde nach dem "Anschluss" Österreichs an Deutschland 1938 sofort von den Nazis eingezogen. Nach dem Krieg bekam es die Familie zwar zurück, umstrittene Regelungen mit der Republik Österreich führten aber dazu, dass die Rothschilds das Buch und andere Kostbarkeiten österreichischen Museen übergaben. Erst 1999 erhielt die Familie die Stücke endgültig zurück und brachte sie zur Auktion. Die Einnahmen von umgerechnet 173 Millionen Mark galten damals als Europarekord für die Versteigerung einer Privatsammlung.

"Es ist das vielleicht am besten illustrierte Gebetbuch in privater Hand", hieß es jetzt von Christie's. Es wurde von 1505 an für ein Mitglied des niederländischen Hofes geschaffen und enthält Dutzende Miniaturen von höchster Qualität. Die Rothschilds kamen im 19. Jahrhundert in den Besitz des Buches. Es soll in Hongkong, Moskau und London gezeigt werden, bevor es zur Auktion nach New York reist.

Quelle: ntv.de, dpa