Panorama

Dutzende Verletzte in den USA SUV rast in Weihnachtsparade - mindestens fünf Tote

Mindestens 40 Verletzte und mindestens fünf Tote - das ist das vorläufige Ergebnis einer Weihnachtsparade im US-Bundesstaat Wisconsin. Ein roter SUV rast aus bisher ungeklärten Gründen in die Menschenmenge. Unter den Opfern sollen sich auch Kinder befinden.

Bei einer vorweihnachtlichen Straßenparade im US-Bundesstaat Wisconsin sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, nachdem ein Auto in die Menge raste. Das teilen die Behörden der Stadt Waukesha mit. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden. Die Zahl der Opfer könne weiter steigen, heißt es.

Angaben zum Alter der Toten machen die Behörden derzeit nicht. Die örtliche Feuerwehr hatte zuvor mitgeteilt, dass sich zahlreiche Kinder unter den Opfern befinden. Mindestens zwölf Kinder seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, hieß es.

Eine Person in Gewahrsam

Der Vorfall ereignete sich in Waukesha, einem Vorort der Großstadt Milwaukee. "Ein roter SUV raste in unsere Weihnachtsparade, die wir in der Innenstadt abhielten", sagte der örtliche Polizeichef Dan Thompson. Den Angaben zufolge schoss ein Polizist während des Vorfalls auf das Auto, um es zu stoppen. Polizeichef Thompson sagte, eine "Person von Interesse" befinde sich in Polizeigewahrsam. Es gebe keine weitere Gefahr.

265383784.jpg

Bilder des Schreckens: ...

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar. Offen ist unter anderem, ob das Auto vorsätzlich in die Menge gesteuert wurde. Die Polizei ließ bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend auch offen, ob sie einen terroristischen Hintergrund für möglich hält. Sie teilte lediglich mit, dass die Ermittlungen unter Beteiligung der Bundespolizei FBI laufen. Nähere Informationen soll es im Laufe des Tages geben.

Ein lauter Knall, dann Schreie

265383892.jpg

... Unter den Toten sollen auch Kinder sein.

(Foto: picture alliance/dpa/Wisconsin State Journal)

Nach Informationen der Zeitung "Milwaukee Journal Sentinel" zeigen Kamera-Aufzeichnungen, dass der SUV direkt hinter einer Schülerband in die Parade hineinraste. Der Augenzeuge Angelito Tenorio sagte der Zeitung, das Auto sei mit "vollem Tempo" über die Straße gerast, auf der die Parade stattfand. "Dann haben wir einen lauten Knall gehört und ohrenbetäubende Schreie von Menschen, die von dem Fahrzeug getroffen wurden", so der Augenzeuge weiter. "Ich habe nur Schreie gehört, und dann, wie Menschen die Namen ihrer Kinder geschrien haben", sagte die Augenzeugin Angela O'Boyle dem Nachrichtensender CNN.

Der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, sagte, er und seine Frau würden "heute für Waukesha und alle Kinder, Familien und Gemeindemitglieder beten, die von dieser sinnlosen Tat betroffen sind". Die Schulen in Waukesha bleiben heute geschlossen.

US-Präsident Joe Biden wurde über den Vorfall unterrichtet, wie ein Vertreter des Weißen Hauses sagte. "Das Weiße Haus verfolgt die Lage in Waukesha genau. Unser Mitgefühl gilt all jenen, die von diesem furchtbaren Vorfall betroffen sind." Die Regierung bot den örtlichen Behörden jede notwendige Unterstützung an.

Quelle: ntv.de, chr/joh/dpa/rts/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen