Panorama

Geld wird gespendet Sanders macht Vermögen mit "Grumpy"-Foto

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Bernie Sanders hob sich auch optisch von den anderen Politikern ab.

(Foto: picture alliance/dpa/Pool AFP/AP)

Das Bild, wie US-Senator Sanders etwas grummelig in einer Winterjacke und Woll-Fäustlingen bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten saß, ging um die Welt. Der Politiker nutzte die Gelegenheit und vermarktete das Foto für einen guten Zweck. Mit eindrucksvollem Erfolg.

Ein Foto des US-Senators Bernie Sanders im Parka und in Fäustlingen aus dicker gemusterter Wolle bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Joe Biden hat für reichlich Furore gesorgt - und Sanders hat das Bild benutzt, um Geld für wohltätige Zwecke zu sammeln. Innerhalb von fünf Tagen habe er 1,8 Millionen Dollar (1,5 Millionen) mit Waren eingenommen, auf denen er in dieser Kleidung während der feierlichen Zeremonie zu sehen ist, teilte Sanders mit.

Diese Gelder sollen an Wohltätigkeitsorganisationen im Bundesstaat Vermont fließen, den der 79-Jährige im US-Senat vertritt. Zu den vorgesehenen Empfängern gehören nach Angaben von Sanders' Kongressbüro unter anderem eine Organisation für Essen auf Rädern und ein Netzwerk zur Unterstützung sozial schwacher Familien.

Das von einem Fotografen der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vergangener Woche geschossene Sanders-Bild war rasch zu einem Internet-Hit geworden. Sweatshirts, T-Shirts und andere Ware mit dem Bild des Senators in seiner legeren Kleidung fanden reißenden Absatz. Von seinem Team hieß es, das erste Produkt sei am vergangenen Donnerstag in weniger als 30 Minuten ausverkauft gewesen. Über das Wochenende seien weitere Artikel hinzugekommen, die bis Montagmorgen ebenfalls vergriffen gewesen seien.

Sanders in alle möglichen Umgebungen montiert

Die Nachfrage nach diesen "Bernie"-Produkten ist inzwischen so groß, dass die Ware gar nicht mehr schnell genug produziert werden kann. Die bestellenden Kunden müssen Wochen warten, bevor sie das Produkt mit dem Sanders-Bild bekommen.

Von unzähligen Nutzern und auch Prominenten wurde Sanders in seinem grummeligen Altherren-Look per Fotomontage in alle möglichen Umgebungen gesetzt. Medien erfanden für die Kleiderwahl - gepaart mit der Sitzhaltung mit verschränkten Armen - den Titel "Grumpy chic". Sanders selbst erklärte am Mittwoch, er sei überrascht gewesen von der Kreativität, die so viele Menschen gezeigt hätten - und er freue sich, dass sein "Internet-Ruhm" nun Menschen in Not zugutekomme.

Der linksgerichtete Senator hatte sich im Vorfeld der vergangenen zwei Präsidentschaftswahlen selbst zwei Mal in der Demokratischen Partei um die Kandidatur für das Weiße Haus beworben, war aber jeweils in den Vorwahlen unterlegen. Dennoch hat er weiterhin eine breite und enthusiastische Anhängerschaft, darunter viele junge Leute.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa/AFP

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