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Mehrere VerletzteSchnee und Glätte sorgen für zahlreiche Unfälle

03.01.2026, 09:39 Uhr
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Auf der A 93 kippt ein Lastwagen um. Ein Bergungs- und Entsorgungsteam muss mit Kran und Müllcontainern zur Unfallstelle ausrücken. (Foto: picture alliance/dpa/News5)

In der Nacht geraten viele Fahrzeuge auf glatten Straßen ins Rutschen. In der Oberpfalz kippt ein mit 20 Tonnen Lachs beladener Lastwagen um, der Fisch verteilt sich über die Fahrbahn. In Hamburg bleiben Dutzende Autos auf einer Brücke stecken. Der DWD warnt: Es geht erst mal so weiter.

Wegen vereisten und zugeschneiten Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten in Deutschland zu Unfällen gekommen. In Bayern und Norddeutschland blockierten Lkw Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt wurden. In Hamburg waren bereits am Freitagnachmittag Dutzende Fahrzeuge auf der Köhlbrandbrücke stecken geblieben. Laut dem Deutschen Wetterdienst können die Straßen auch noch heute Vormittag glatt sein. In der kommenden Nacht muss dann erneut mit glatten Straßen durch überfrierende Nässe, Schnee und Schneematsch gerechnet werden.

Auf der A 93 in der Oberpfalz kippte ein Lastwagen mit 20 Tonnen Lachs um. Der Anhänger des Lastwagens platzte auf und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Beim Versuch auszuweichen, stießen sieben weitere Autos zusammen. Grund für den Unfall war laut Polizei die glatte Straße, auf der der Lastwagen ins Rutschen geriet.

Die Autobahn war bei Wernberg-Köblitz (Landkreis Schwandorf) unter anderem wegen der Bergungs- und Aufräumarbeiten für rund zwölf Stunden gesperrt. Ein Bergungs- und Entsorgungsteam rückte mit Kran und Müllcontainern zur Unfallstelle aus. Sowohl der Lastwagenfahrer als auch die Autofahrer blieben unverletzt.

Auch auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen.

In Mecklenburg-Vorpommern kam es ebenfalls zu zahlreichen Glätteunfällen. Die Polizeidirektion in Neubrandenburg zählte in der Nacht zwölf Unfälle wegen glatter Straßen. Die Direktion in Rostock registrierte 57 Unfälle in den vergangenen 24 Stunden. Dabei wurden neun Menschen leicht verletzt. Zahlreiche Unfälle gab es darüber hinaus etwa in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Lkw kommen Brücke nicht hoch

Bereits am Freitagnachmittag hatte das Wetter auch für ein größeres Chaos in Hamburg gesorgt. Auf der Köhlbrandbrücke, die die Hansestadt mit der A7 verbindet, blieben Dutzende Lastwagen und Autos stecken. Sie schafften es nicht mehr die Brücke nach oben zufahren, wie ein Polizeisprecher sagte.

Ein Lastwagen sei auch ins Rutschen gekommen und habe sich gedreht. Die Polizei war mehr als sechs Stunden damit beschäftigt, den Verkehr zu regeln. Erst als der Winterdienst die Brücke streute, konnten Fahrzeuge die Brücke wieder passieren. Zu Unfällen sei es nicht gekommen.

Im Laufe des Vormittags soll das Eis nach Prognosen des DWD auf den Straßen wegtauen. Nur im Süden kann es bei Frühwerten bis zu minus neun Grad glatt bleiben. In Teilen Norddeutschlands soll es immer wieder Schneeschauer und kurze Graupelgewitter geben. Gegen Abend werden an der Nordsee schwere Sturmböen erwartet.

In der Nacht sinken die Temperaturen auf Tiefstwerte zwischen null und minus neun Grad. In den Alpen sind sogar minus zehn Grad möglich. Dabei rechnen die Wetterexperten wieder mit glatten Straßen.

Im Laufe des Sonntags soll sich dann vor allem im Süden die Sonne zeigen. Im restlichen Land soll es überwiegend bewölkt bleiben. Nördlich des Mains kann es vereinzelt Schneeschauer geben. Die Temperaturen steigen auf bis zu drei Grad. In den Bergen wird das Thermometer aber nicht über minus fünf Grad steigen.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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