"Bahnschranke war geschlossen"Schulbus kollidiert mit Zug in Belgien - mehrere Tote
In Belgien kommt es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall zwischen einem Zug und einem Schulbus. Bei der Kollision kommen mehrere Menschen ums Leben. Die Umstände des Unfalls geben Rätsel auf.
Beim Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Zug in Belgien sind zwei Kinder und zwei Erwachsene ums Leben gekommen. Fünf weitere Kinder wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft verletzt. "Vier Menschen haben ihr Leben verloren, darunter zwei Kinder", erklärte der belgische Außenminister Maxime Prévot bei X. An Bord des Schulbusses waren sieben Schulkinder, eine Aufsichtsperson sowie der Fahrer.
Das Unglück ereignete sich um kurz nach 8 Uhr morgens an einem Bahnübergang in der Gemeinde Buggenhout nördlich der Hauptstadt Brüssel, wie ein Sprecher der Bahngesellschaft Infrabel mitteilte. Demnach war der Bus am Morgen trotz geschlossener Schranke auf einen Bahnübergang gefahren und dann von einem Zug erfasst worden. Der Aufprall sei "extrem heftig" gewesen.
Zwei Kinder im Alter von zwölf und 15 Jahren, eine Aufsichtsperson und der Busfahrer kamen ums Leben, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft von Ostflandern sagte. An Bord des Schulbusses waren demnach fünf weitere Kinder, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Ihr Zustand sei "stabil". Die Passagiere des Zuges blieben unverletzt, der Zug wurde geräumt. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich viel Kraft", erklärte der belgische Innenminister Bernard Quintin bei X.
Nach Angaben der Bahngesellschaft zeigen Überwachungsvideos, dass der Schulbusfahrer trotz geschlossener Schranke und roten Warnlichts auf den Bahnübergang fuhr. Der Zug prallte demnach nach einem Bremsmanöver mit einer Geschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern auf den Bus. Der Bus wurde rund 15 Meter weit gegen einen Kabelmast geschleudert.
Der Bus war auf dem Weg zu einer Förderschule für Kinder mit geistigen Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten. "Das ist ein sehr belastender Tag für unsere Schule", sagte der zuständige Abgeordnete der Provinz Ostflandern, Kurt Moens. "Meine Gedanken sind bei den Familien", erklärte der belgische Regierungschef Bart De Wever im Onlinedienst X. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach den Familien ihr Mitgefühl aus. "Europa trauert heute mit Belgien", schrieb sie auf X.
