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Eine Million statt 43 Millionen Euro - der Schweizer und das Kasino einigten sich außergerichtlich.
Eine Million statt 43 Millionen Euro - der Schweizer und das Kasino einigten sich außergerichtlich.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 10. Oktober 2012

Softwarefehler im Kasino: Schweizer erstreitet Million

43 Millionen Euro: Ein Schweizer freut sich über einen happigen Gewinn an einem Spielautomaten. Doch es gibt ein Problem. Denn das Kasino rückt die Kohle nicht raus. Schuld ist ein angeblicher Softwarefehler. Nun einigen sich beide Seiten vor Gericht.

Der Jubel über rund 43 Millionen Euro dauerte nur kurz: Wegen eines angeblichen Softwarefehlers hat das Kasino in Bregenz einem Spieler aus der Schweiz seinen Jackpot verweigert. Nach einem Rechtsstreit haben sich nun beide Seiten auf einen Vergleich geeinigt, wie das Landesgericht Feldkirch bestätigte. Dieser soll den Fliesenleger Behar Merlaku nach einem Zeitungsbericht endlich doch noch zum Millionär machen.

Die Geschichte des Mannes hatte europaweit Schlagzeilen und ihn zum begehrten Talkshow-Gast gemacht: Im März 2011 spielte Merlaku mit seiner Freundin am Automaten. Plötzlich klingelte und blinkte es, auf der Anzeige erschien der Wahnsinnsgewinn von fast 43 Millionen Euro. Doch das Bregenzer Kasino wollte kein Geld auszahlen, verwies stattdessen auf einen Softwarefehler.

Im anschließenden Zivilprozess habe die Casinos Austria AG einen Vergleich von 500.000 Euro angeboten, sagte der Sprecher des Landesgerichts Feldkirch, Reinhard Flatz. Der Gewinner habe dies aber nicht angenommen und fünf Millionen Euro gefordert. Nun hätten sich beide Parteien außergerichtlich geeinigt, das Verfahren sei bereits vergangene Woche eingestellt worden.

Wie viel der Spieler nun bekommen hat, wusste der Sprecher nicht. Nach einem Bericht der österreichischen Gratiszeitung "Heute" soll er rund eine Million Euro erhalten haben.

Quelle: n-tv.de